„Besondere Verdienste, Heldentum und Tapferkeit“ in Butscha

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Liebe Leserinnen und Leser,

die ukrainische Kleinstadt Butscha ist auf der ganzen Welt bekannt, durch Berichte in Zeitungen und im Fernsehen. Sie ist bekannt durch Drohnenaufnahmen von einer Straße, auf der alle paar Meter tote Menschen liegen. Keine Uniformierten, Zivilisten. Sie ist bekannt durch Zeugenaussagen derjenigen, die das Massaker überlebten und durch das Video, auf dem ein Radfahrer einfach so von russischen Soldaten vom Sattel geschossen wird. Jeder hat das gesehen. Jeder weiß, was in Butscha passiert ist. Jeder weiß von den mehr als 400 Leichen, viele die Hände auf dem Rücken zusammengebunden. Jeder weiß von den vergewaltigten Frauen in Butscha.

Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat die dort unmittelbar vor dem Massaker eingesetzten Soldaten der 64. Motorschützenbrigade gestern in Moskau persönlich für „besondere Verdienste, Heldentum und Tapferkeit“ (O-Ton Kreml) ausgezeichnet.

Putin lobte am Montag nach Angaben des Kremls «versierte und entschlossene Handlungen» der Soldaten im Zuge der «militärischen Spezial-Operation». Seine Soldaten hätten „auf vorbildliche Weise Mut und hohen Professionalismus gezeigt“. Präsident Putin wird vom Kreml mit dem Satz zitiert: «Ich bin überzeugt, dass ihr Soldaten und Offiziere Gardisten seid, weiter dem Eid die Treue halten werdet, der Heimat mit Ehre dient und verlässlich die Sicherheit und das friedliche Leben unserer Bürger schützt.»

Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.