Der blutige Pfad Allahs führt auch durch Deutschland

Bluspritzer.
Anzeige

von JULIAN MARIUS PLUTZ

Es gibt Gespräche, die sind emotionaler als andere. Gespräche, die man nicht vergisst. Eines davon war ein Interview mit Mohammed Ali Slim in einem anderen Medium. Ich kenne Mohammed seit Anfang des Jahres. Seine Geschichte ist eine von vielen, von zu vielen. Es ist die Geschichte der blutigen Seite des Islams, die um ein Haar ein weiteres Opfer gekostet hätte. Mohammeds Vergehen: Er zeigte als gläubiger Moslem eine Karikatur des Propheten, der sogar seinen Namen trägt. Welch eine Ironie.

Das erste Mal las ich von Mohammed in der BILD-Zeitung. Ein junger Mann, Anfang 20, ist auf der Flucht. „Sie wollen mich töten!“, hieß die Überschrift. Er hatte nicht übertrieben. Mohammed bezeichnet sich sowohl als konservativer Moslem, aber auch als deutscher Patriot. Dass das möglich ist, will er beweisen. Also ließ der Reservist der Bundeswehr sich ablichten; eben mit einer Mohammed Karikatur.

„Die Juden haben mein Leben gerettet!“

Eines Tages, er lebte zu der Zeit noch bei seiner Mutter, wachte er auf und merkte, dass irgendetwas nicht stimmte. Vier seiner Onkel, die seine Familie sonst nie besuchten, befanden sich in seinem Hause. Das Thema, das war Mohammed sofort klar, war er. Sie wollten mit ihm „reden.“ In einem Telefonat, viele Monate später, würde ein Onkel sagen, dass sie ihn, ihren Neffen, töten wollten. Weil er die Familie beschmutzt hat, indem er ihren Propheten beleidigte.

Mohammed zog seine schusssichere Weste an, die ihm ein Fabrikant, der von seiner Geschichte erfahren hatte, kostenlos zuschickte. Sein Ziel: Die Wohnung schadenfrei zu verlassen. Doch er wurde daran gehindert. Im Wohnzimmer lag ein Messer, erinnerte er sich. Also floh er ins Badezimmer, um die Polizei anzurufen. Doch einer der Onkel bemerkte das und verfolgte ihn. Mohammed schaffte es noch, das Fenster zu öffnen, um um Hilfe zu schreien. „Ich habe noch nie in meinem Leben so laut geschrien. Ich hatte Todesangst“, wird er später sagen.

Gottlob, man kann es nicht anders sagen, klingelte wenig später die Polizei. „Ist Mohammed Ali Slim hier?“ fragten die Beamten. Die Familie ließen die Polizisten in die Wohnung. Mohammed schaffte es, dass ihn die Polizei mitnahmen. Mit einem Rucksack, ein Handy und eine Geldbörse stand er da und war ab diesem Zeitpunkt auf der Flucht. Er schlief bei Bekannten, aber auch in Synagogen. Heute sagt er: „Die Juden haben mir das Leben gerettet!“

Am 12. August wurde Salman Rushdie bei einem Vortrag von einem fanatischen Islamisten mit einem Messer angegriffen. Sein Vergehen: Er schrieb 1988 den Bestseller „Sie satanischen Verse“. Die Biographie des Propheten Mohammeds diente dem Autor als inspirative Quelle. Es folgte eine Fatwa des damaligen schiitischen Religionsführer Ajatollah Chamenei. Mehr als 30 Menschen, darunter Verleger und Übersetzer, verloren ihr Leben. Rushdie kam bisher mit dem Leben davon. Auch das Attentat vom August überlebte der Schriftsteller, Gottlob.

Unsere Regierung verschließt die Augen vor der islamischen Gefahr

Ob es die Geschichte ist von Salman Rushdie, oder die von Mohammed Ali Slim: Es gibt Teile im Islam und Teile in der muslimischen Gemeinschaft, die nicht nur kein Widerwort dulden. Doch nicht nur das. Eine Kritik an ihrer Religion, wobei Ideologie hier ein passenderes Wort ist, erzeugt bei einigen eine heilige Wut auf die Protagonisten. Sie müssen sterben. Für Allah, für den Islam. Menschenrechte? Fehlanzeige. Barmherzigkeit? Nur eine Farce.

Die deutsche Regierung schweigt hierzu. Es scheint sie nicht zu interessieren. Innenministerin Nancy Faeser, SPD, bläst lieber zum Kampf gegen Rechts. Um mich richtig zu verstehen: Rechtsextremismus ist ein Problem hierzulande und muss mit aller Härte des Rechtsstaates verfolgt werden. Doch der Staat macht einen Fehler, wenn er die Augen vor dem radikalen Islam verschließt. Er vergeht sich an den vielen Schicksalen, wie die von Mohammed Ali Slim, der heute der der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ist und regelmäßig Skandale aufdeckt und öffentlich macht. Zuletzt der Fall der drei Mitarbeiter am Düsseldorfer Flughafen, die sich in einem sozialen Medium mit dem „IS-Gruß“ ablichten ließen.

Nancy Faeser und viele andere Politiker, aber auch Medien und viele in der Bevölkerung sind in einer Falle gefangen. Gegen den politischen Islam zu sein, das bedeutet für Politiker, Medien und andere in der Bevölkerung, rechts zu sein. Doch darum geht es nicht. Es geht darum, Gefahren von Deutschland abzuwenden. Das ist der Eid, den jeder Abgeordnete geschworen hat. Und der sollte kein Verfallsdatum haben.

Der blute Pfad Allahs ist real. Er versucht, menschliches Zusammenleben zu zerstören. Es muss einen Konsens geben, dass wir in Deutschland keine Extremismen zulassen. Egal aus welcher Richtung. Das sind wir den Opfern, aber auch unserem Rechtsstaat schuldig. Ein Rechtsstaat ohne Rechtsbewusstsein ist wie eine Walnuss ohne Inhalt, eine schlichte Hülle ohne Kern.

Bildquelle:

  • Blutspur: pixabay
Anzeige

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Jetzt spenden (per PayPal)

Jetzt abonnieren