Der Herbst-Blues hat begonnen

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Liebe Leserinnen und Leser,

sind Sie auch in Herbststimmung? Für mich ist der Herbst, wenn man das so formulieren kann, meine Lieblings-Jahreszeit.

Zeit meines Lebens mag ich es, wenn sich das Laub verfärbt, wenn der Wind stürmisch bläst, wenn es in den Restaurant wieder Wildspezialitäten gibt. Klar, jede Jahreszeit hat ezwas Eigenes, was schön ist, aber Herbst – das ist etwas Besonderes. Gestern, am späten Abend, als ich nach Hause kam, waren immer noch angenehme Temperaturen draußen. Die Sache mit dem Klima hat nicht nur schlechte Seiten.

Einen „heißen Herbst“ hat man uns ja angekündigt angesichts der Krisen um Energie, Inflation und den Krieg. Gestern waren sie in Leipzig wieder auf den Straßen, 1500 Demonstranten wie die Polizei meldet. Und 500 Gegendemonstranten gegen die Demonstranten. Wenn ich an die Zeit der Covid-Maßnahmen zurückdenke, da waren da fast 50.000 unterwegs. Klingt nicht besonders „heiß“ da und anderswo. In den vergangenen Tagen haben mich Freunde in meinem Umfeld häufiger darauf angesprochen, wann es endlich Glühweinbuden in der Innenstadt gibt, als auf die Gas-Preise.

Seit die Spritpreise so gestiegen sind, fahre ich weniger mit dem Auto, vor allem tanke ich bewusster. Die Grünen haben es fast geschafft. Gestern Mittag habe ich getankt, nur für insgesamt 25 Euro, weil keine größere Strecke anstand und der Diesel 2,10 Euro pro Liter kostete. Als ich zwei Stunden später auf dem heimweg an der Tankstelle vorbeikam, wurden dort 2,05 Euro angezeigt. Verrückte Zeiten.

Für mich ist jetzt – nach dem Schwarm-Kongress vergangene Woche – das Jahr 2022 auf der Zielgeraden. Aufräumen im Büro, erste Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen,fahre ich am Wochenend mit unseren Kids zum Fußball am Sonntag. Und was machen wir alle eigentlich im kommenden Jahr? Im heißen 2023…

Einen schönen Herbsttag wünscht,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.