Die Energie- und Lebensmittelpreise werden der Ampel irgendwann den Rest geben

Anzeige

Liebe Leserinnen und Leser,

beim Jahrestreffen des Bundesverbandes der Selbständigen (BDS) und der Bundesvereinigung mittelständischer Unternehmer (BVMU) im Katharinen Hof in Unna hatte ich gestern die Freude an einem ungemein inspirierenden Tisch zum Mittagessen Platz nehmen zu dürfen, wo BDS-Geschäftsführer Joachim Schäfer, ein Freund und treuer Leser von TheGermanZ, präsidierte, und ich zufällig den Vorzug hatte, zwischen Prof. Fritz Vahrenholt und Gerhard Papke sitzen zu dürfen. Beide nicht nur ungemein sympathisch, sondern auch selbst bei Rinderbraten und Grauburgunger streitbare und scharfsinnige Gesprächspartner. Denjenigen unter Ihnen die mir jetzt spontan schreiben wollen, dass diese Kombination nicht zusammenpasst: geschenkt. Es passt bei Freidenkern alles zusammen, was unserem individuellen Geschmack entspricht. Und wenn jemand Barolo zum Matjesfilet essen will – was geht es andere an?

Zugegeben, so weit sind wir dann doch nicht gegangen, aber wir hatten eine intensive Diskussion darüber, wie lange die neue rot-grüne Bundesregierung mit dem gelben Steigbügelhalter (meine Formulierung) wohl durchhalten wird, und wie lange vor allem unser Land diese Elite mit Olaf Scholz, Saskia Esken und Annalena Baerbock als Bundesaußenministerin erträgt. Die Baustellen liegen überall herum: die ungelöste Migrantionsfrage, die katastrophale Familienpolitik, die nicht dadurch besser wird, dass die CDU einen Vorsitzendenkandidaten namens Helge Braun hat. Der war zuletzt Aktenkofferträger im Kanzleramt und antwortete im Interview bei BILD TV auf die Frage „Wie viele Geschlechter gibt es eigentlich?“ allen Ernstes mit „Das kann man nicht abschließend zählen.“ Allein mit diesem einen Satz ist er als Vorsitzender der Partei Konrad Adenauers und Helmut Kohls total disqualifiziert.

Aber, da waren wir uns weitgehend einig, die Energiepolitik wird die Bruchstelle sein. Und ich erzählte den Herren rechts und links von mir vom gestrigen Tanken meines BMW, Diesel natürlich, zusammen mit meinem 16-jährigen Sohn. Ich erklärte ihm mit Blick auf die digitale Preistafel, dass da zwar 1:96,4 stehe, aber tatsächlich so ein Liter Diesel nur rund 43 Cent in der Förderung und in Transport und Handel koste. Alles darüber hinaus seien Steuern, die unser Staat in seiner grenzenlosen Weisheit erhebe. Die Bundesregierung könnte zum Beispiel auf 50 ct pro Liter einfach verzichten und die Haushalte der Autofahrer massiv entlasten. Aber das wollen sie gar nicht, weil die Autofahrer die Bösen sind, die einfach nicht tun wollen, was Fräulein Thunberg von ihnen erwartet.

Macron setzt wieder auf Atomstrom, die halbe Welt auch. Und unser Gas beziehen wir vom lupenreinen Wladimir aus dem Kreml. Herzlichen Glückwunsch, möchte man da ausrufen.

Wir schätzten bei der Mousse au chocolat, dass es so etwa eineinhalb Jahre dauern wird, bis auch dem letzten Wähler dieser Katastrophen-Ampel klar geworden ist, was und wen sie da gewählt haben. Dass die Energiepreise und Lebensmittelpreise explodieren werden und der Staat dann den ärmeren Haushalten finanziell unter die Arme greifen muss, denn in so einer Wohnung in Deutschland kann es selbst bei Klimaerwärmung im Januar und Februar sehr, sehr kalt werden.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

Anzeige

Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.