Endgültig Abschied nehmen…vom ganz normalen Lauf der Dinge

Anzeige

Liebe Leserinnen und Leser.

was ist eigentlich gerade los zum Jahresende? Der brasilianische Weltklasse-Fßballer Pelé ist gestorben, eben kam die Nachricht, dass die Modedesignerin Vivienne Westwood gestern diese Welt verlassen hat. Die katholische Welt bereitet sich seit Tagen darauf vor, dass der deutsche Papst emer. Benedikt XVI womöglich nur noch wenige Tage leben wird. Im Vatikan bereiten sie angeblich die Trauerfeierlichkeiten bereits vor, und ich weiß, dass in den Redaktionen der großen Medien bereits die Nachrufe verfasst sind.

Ein guter Freund aus Berlin schickte mir am Heiligen Abend morgens früh auf WhatsApp die Nachricht, dass seine Mutter in der Nacht gestorben sei. Am Heiligabend morgens, ausgerechnet. Und gestern Abend telefonierte ich mit einer sehr guten freundin aus München, die mir erzählte, dass die Chemotherapie bei ihrem Vater nicht mehr anschlage.

Überhaupt, es ist wirklich so, dass sich die Alltagsgespräche verändern, je älter Sie werden. Früher haben wir uns beim Bierabend mit den Jungs die Fotos unserer aktuellen Favoritinnen gezeigt. Heute zeigen wir uns Fotos unserer Kinder. Und falls Sie es noch nicht kennen…googlen Sie unbedingt auf Youtube die Live-Version von „Junggesellenabschied mit über 50“. Da ist alles drin…

Wahnsinn, oder? Ist das immer so gegen Jahresende? Oder einfach Zufall? Niemand der hier genannten Menschen war oder ist jung. Alle sind über 80 Jahre alt geworden, hatten ein erfülltes Leben, waren krank und – ja, man spricht nicht gern darüber – manche (viele) wollen auch in diesem Alter irgendwann nicht mehr.

Ich werde niemals ein Gespräch mit meiner Mutter vergessen, wo ich im Pflegeheim an ihrem Bett saß und sie irgendwann sagte: „Klaus, ich sterbe jetzt bald“, und sie meinte das mit „bald“ genau so, wie sie es sagte. 93 Jahre alt, das Leben gelebt mit allen Höhen und Tiefen, eine Familie, Enkel, das Wissen, dass es weiter geht. Auftrag erfüllt!

Mich beschäftigt dieses Thema immer häufiger, auch wenn ich ja noch jung und munter bin. Aber früher musste ich alle fünf oder acht Jahre mal zu einer Beerdigung, nun sind es jedes Jahr mehrere. Die Einschläge kommen näher, auch für die, die noch keinen Herzinfarkt oder schweren Unfall hatten. Der Kreislauf des Lebens. Und so möchte ich anregen, dass Sie, dass wir alle, den letzten Tag des alten Jahres nutzen, um unserer Lieben zu gedenken, die verstorben sind, und die wir vermissen. Möge ihnen allen das ewige Licht leuchten!

Ich wünsche Ihnen einen guten Rusch in ein hoffdentlich besseres neues Jahr!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

Anzeige

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Jetzt spenden (per PayPal)

Jetzt abonnieren

Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.