Folge der Massenmigration in Schweden: Wieder ein Toter bei Schüssen nahe Stockholm

ARCHIV - Blick auf den südlichen Teil von Gamla Stan, Stockholms Altstadt: Schweden hat seit längerem ein Problem mit Gewalttaten zwischen rivalisierenden Gangs. Das gilt vor allem für große Städte wie Stockholm und ihre Vororte, aber auch darüber hinaus. Foto: Steffen Trumpf/dpa
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STOCKHOLM – Bei Gewaltverbrechen vermutlich im Zusammenhang mit Bandenkriegen ist in Schweden ein Mann getötet worden. In und um Stockholm wurden in der Nacht zum Samstag mehrere Schießereien und eine Explosion gemeldet. Festnahmen gab es zunächst nicht.

«Die Bandenkriminalität eskaliert», sagte Ministerpräsident Ulf Kristersson dem Sender SVT. «Das sind Menschen mit einem extremen Gewaltpotenzial, die auf der Suche nach Rache oder Status die Sicherheit und Freiheit anderer Menschen bedrohen.»

Schweden ringt seit einigen Jahren mit einer um sich greifenden Bandenkriminalität. 2022 kam es in dem EU-Land zu 388 Schusswaffenvorfällen. 61 Menschen starben dabei. Opfer und Täter sind dabei immer häufiger Minderjährige mit Migrationshintergrund.

Beamte fanden das Todesopfer am späten Freitagabend mit Schussverletzungen in Solna bei Stockholm. Auch aus Fruängen und Tumba südwestlich der Hauptstadt wurden Schüsse gemeldet, zudem im Südstockholmer Bezirk Skarpnäck eine Detonation. Vermutlich würden die Taten zusammenhängen, sagte eine Polizeisprecherin. Auch in den Vortagen hatte es Schießereien und Detonationen gegeben.

«Es ist eine sehr angespannte Situation mit fünf schweren Gewaltverbrechen innerhalb von zehn Stunden. Das ist nicht die Norm und ist in dieser Spirale der Gewalt noch nie vorgekommen», sagte die Sprecherin. Der Polizeiexperte für Bandengewalt, Gunnar Appelgren, sprach von einem sehr ernsten Konflikt. Es gehe um Töten oder Getötetwerden.

Ebenfalls am Freitagabend wurden zwei Teenager bei einer Verfolgungsjagd in Stockholm verletzt. Polizisten fanden Waffen in dem Auto, in dem sie unterwegs waren. Insgesamt wurden drei Menschen festgenommen.

Bildquelle:

  • Stockholm – Schweden: dpa
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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.