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von KLAUS KELLE

Gestern Abend wurden in Berlin drei Terrorverdächtige festgenommen. Seit den frühen Morgenstunden durchsucht die Polizei in Hessen landesweit mehr als 50 „Objekte“ im Zusammenhang mit der Terrororganisation IS. Einfach nur zwei aktuelle Schlaglichter aus dem bunten neuen Deutschland. Um 10 Uhr informieren die Behörden über Deatils der Aktion. Ich hoffe sehr, dass das, was wir dann erfahren, uns nicht allzu sehr beunruhigen wird, wie Innenminister Thomas de Maizière das mal in seiner unnachahmlichen Art formulierte.

Und ich freue mich auf die Beschwichtiger, die wir nachher wieder in den Sozialen Netzwerken erleben werden. Terrorismus habe es ja auch schon in den 70er Jahren gegeben, im Straßenverkehr sei es auch gefährlich. Und überhaupt: Was haben bloß Leute wie ich gegen humanitäre Hilfe?

Die Verdrängung der Wirklichkeit durch einen beachtlichen Teil der Bevölkerung ist langfristig wohlmöglich das gravierendste Problem, mit dem unsere Gesellschaft zu kämpfen hat.

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.