Israel fürchtet Anschläge auf seine Bürger in Istanbul

ARCHIV - Einer der Sehenswürdigkeiten von Istanbul: Die Hagia Sophia. Foto: Marius Becker/dpa
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Israel rechnet noch an diesem Wochenende mit Terrorangriffen auf seine Bürger in der türkischen Metropole Istanbul durch iranische Agenten.Es gebe konkrete Hinweise auf Anschläge, meldeten israelische Medien unter Berufung auf hochrangige Beamte. Israelische Touristen sollen demnach Istanbul möglichst umgehend verlassen. Wer nicht gehen könne, solle auf seinem Hotelzimmer bleiben, die Türen verschließen und Unbekannten nicht öffnen.

Israel sprach wegen drohender Anschläge bereits Ende Mai eine Reisewarnung für die Türkei aus. Nach der Erschießung eines Mitglieds der Revolutionsgarden (IRGC) in Teheran hatte Irans Präsident Ebrahim Raisi Vergeltung angekündigt. Der Iran beschuldigt Israel und die USA. Teheran betrachtet Israel als seinen Erzfeind.

Israelische Medien berichteten, dass israelische und türkische Sicherheitskräfte am Freitag auf Istanbuls Straßen nach Angreifern fahndeten. Iraner und türkische Rekruten suchten um jeden Preis nach Israelis. Die Zeitung «Haaretz» meldete, dass mehrere Zellen gleichzeitig an Angriffen arbeiteten. Für Sicherheitskräfte könne es deshalb schwierig werden, alle Anschläge zu vereiteln.

Israel hat eigenen Angaben zufolge in jüngster Zeit mehrere Angriffspläne Teherans verhindert – darunter auch ein Attentat auf einen US-General in Deutschland. Nach Informationen mehrer Medien halten sich derzeit rund 2000 Israelis in der Türkei auf.

Bildquelle:

  • Hagia Sophia: dpa
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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.