Meine neue Lust am Eis: Schon mal Salz-Lakritz probiert oder Birne-Tonka?

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von KATHARINA SCHUWALSKI

HAMBURG – Im gefühlt ewigen Lockdown lernt man die kleinen Dinge noch mehr zu schätzen. Zum Beispiel das wunderbare Gefühl von Frühlingssonne, gepaart mit Erfrischung und einem neuen Geschmackserlebnis. Genau dieses Rezept habe ich mir jetzt mindestens zweimal die Woche für die Mittagspause selbst verordnet. Gut, am Einfluss auf die Sonne muss ich noch feilen. Aber erfrischende, neue Geschmackserlebnisse gibt es zuhauf. Nämlich in den vielen kreativen Eisdielen, die sich in immer mehr Ecken der Stadt finden lassen.

Zuletzt habe ich Euch ja von meiner Kaffeeliebe erzählt. Ähnlich groß ist meine Leidenschaft für gutes Eis – und ich bin sicher, dass viele die teilen. Eis geht einfach immer. Ich kenne keinen Menschen, der zu einer Kugel Eis nein sagen würde. Auch wenn man schon vollkommen sattgegessen ist, so ein kleines Kügelchen in der Waffel oder im Becher hat noch locker Platz.

Dieses Jahr bin ich allerdings wirklich spät dran, so spät wie noch nie, glaube ich. Es war nämlich schon Ende April, als ich endlich die erste Kugel Eis des Jahres in der Hand hielt: Stracciatella in der Waffel, an einem wunderschönen Sonnentag am Tegernsee. Dabei gehört diese allererste Kugel für mich immer zu den Highlights des Frühjahrs. Sie ist quasi der symbolische Frühlingsanfang, mit ihr beginnt die warme Jahreszeit und auf all die Kugeln, die noch folgen werden. Nur das Wetter spielt leider bisher noch nicht mit.

Da sitzt man seit Ewigkeiten im Homeoffice und ausgerechnet dann meint der April, einen Regen- und Kälterekord brechen zu müssen. Wo ist der Klimawandel, wenn man ihn braucht?

Was hatte ich da nicht schon alles in der Waffel: Salz-Lakritz, Blaubeer-Lavendel, Grüner Tee, Sesam oder Pina Colada zum Beispiel: Klassiker wie Schoko, Erdbeer oder Zitrone beachte ich schon gar nicht mehr, falls sie überhaupt in der Theke zu finden sind. Gerade kleine, neue Eisdielen sind so kreativ, dass man jedesmal die Qual der Wahl hat und das Anstehen vor dem Laden doppelt so lange dauert, weil es jedem Kunden genauso geht.

Weit vorne in meiner Eissorten-Highlights-Liste ist ganz klar Franzbrötchen! Das gab es sogar in mehreren Filialen, aber am besten war die Variante mit richtig großen Stückchen und der typischen Zimtnote – da kann keine Hamburgerin widerstehen. Hervorragend waren auch Eierlikör-Stracciatella, Birne-Tonka und Mandelblättchen-Guave. Genauso würde ich Mozart-Pralinen, Rote Grütze, Popcorn, Eukalyptus-Erdbeer und Kardamom-Cornflakes sofort wieder bestellen. Marshmallow-Basilikum, Vanille-Avocado und Zweierlei-Balsamico-mit-Johannisbeere waren hingegen nicht ganz so meins, obwohl auch unheimlich kreativ. Die aktuelle Eissorte des Jahres – Mango-Chili – ist da im Vergleich fast schon langweilig.

Auch „Hanf“ hatte ich in einer Theke gesehen. Ob man danach wohl tiefenentspannt den Homeoffice-Nachmittag verbringt? Ich konnte es nicht ausprobieren, da die Schüssel gerade leer war.
Dafür hatte ich meine Eiskugeln schonmal in einem Croissant anstatt der immergleichen Waffel. Eine Eisdiele war nämlich auch diesbezüglich kreativ und bietet das Eis wahlweise auch im Cookie oder einer Brioche an. Warum ist da vorher noch niemand drauf gekommen? Außerdem werden dort sogar Vierbeiner glücklich: Für Hunde gibt es spezielles Leberwurst-Eis, das auf Wasser- anstatt Milchbasis hergestellt wird, damit sie es auch gut vertragen.

Bildquelle:

  • Eis_Sorten: pixabay
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