Messer? Allahu Akbar? Keine Ahnung, was der Mann in Hamburg gestern wollte…

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Liebe Leserinnen und Leser,

zum Privileg des Journalistenberufs gehört es, an jedem Morgen Polizeiberichte aus der vergangenen Nacht lesen zu dürfen oder zu müssen. So hat man immer einen Überblick, wie das wahre Leben in unserer Gesellschaft so ist. Und tagsüber schaue ich auch immer mal wieder rein, was passiert. Ich darf Ihnen versichern, seit Herbst 2015 gibt es praktisch keinen Tag, an dem nicht Gäste aus aller Welt, die als Migranten oder Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und bei uns Aufnahme, Schutz und eine Perspektive bekommen haben, Straftaten begehen. Und ich rede nicht von abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigungen oder dem Diebstahl von Ritter-Sport-Tafeln im Rewe-Markt, ich rede von Messerstechereien, Schlägereien, Brandstiftung, sexueller Nötigung und Vergewaltigung bis hin zu Tötungsdelikten – untereinander oder begangen an Deutschen.

Nun kann eine Gesellschaft beschließen, ein bisschen Schwund ist immer, das nehmen wir hin um der Humanität willen und der Hilfe für Menschen, die es aus höchster Mot knapp nach Deutschland geschafft haben. Und es gibt natürlich positive Beispiele von Menschen, die froh sind, hier zu sein, und die unsere Gesetze achten und arbeiten für ihren Lebensunterhalt. Die gibt es, und diese Menschen sind mir willkommen, weil sie unser Land weiterbringen. Ich kenne einige solcher Leute, die sprechen gut deutsch, sind fleißig und hilfsbereit. Und dass sie hier ihre Chance für ein menschenwürdiges Leben nutzen wollen – wer wollte es ihnen verübeln?

Aber was machen wir mit den anderen? Leuten, die unsere Art zu leben verachten, nicht arbeiten und sich gar nicht integrieren wollen? 260.000 werden in Deutschland „geduldet“ die nach einem rechtsstaatlichen Verfahren in letzter Instanz von einem Richter bescheinigt bekommen haben, dass sie hier nicht bleiben dürfen. Und dennoch bleiben sie einfach, weil unsere führenden Politiker und viele Unternehmen in ihnen bunte Vielfalt sehen und die Fachkräfte von morgen, und gleichzeitig die Schattenseiten dieser Realität aber ausblenden.

Bundesregierung, Medien, Grüne haben kein Interesse, den Bürgern die Wirklichkeit zu präsentieren. Sie erzählen uns von all den Fachkräften aus Afghanistan und Marokko, ohne die wir gar nicht mehr klarkommen würden. Und sie wollen uns ein rosarotes Bild vermitteln, damit wir gar nicht darüber nachdenken, was hier gerade so passiert.

An der Hebebrandstraße Ecke Sengelmannstraße in Hamburg lief gestern ein Mann mit einem Messer herum und bedrohte Passanten, die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Er beschädigte Autos und rief immer wieder „Allahu Akbar“. Die herbeigerufene Polizei setze erfolglos Pfefferspray gegen den „Mann“ ein. Als er mit dem Messer auf die Beamten losrennt, zieht einer der Polizisten seine Waffe und schießt. Der Angreifer sackt getroffen zu Boden, jede Hilfe kommt zu spät, er stirbt.

Die Polizei teilt später mit, man werde jetzt erstmal ermitteln, was der Mann mit dem Messer wollte. Und die Hamburger Polizei-Sprecherin Sandra Levgrün sagt allen Ernstes: „Wir müssen auch eine religiöse Motivation in Betracht ziehen.“ Beeindruckend, oder? Ich bin nur ein einfacher Junge aus der ostwestfälischen Provinz, aber ich denke, wenn da jemand mit einem Dolch auf Menschen losstürmt und „Allahu Akbar“ schreit, dann könnten wir vielleicht in Betracht ziehen, dass er genau das meinte. Ich denke, es war wahrscheinlich kein schwedischer Tourist, und er wollte nicht Kinder erschrecken oder einfach nur ein Späßchen machen. Für mich liegt der Gedanke nahe, dass er vielleicht Menschen im Namen Allahs umbringen wollte, um an die legendären Jungfrauen in seinem Paradies ranzukommen. Warum also sagen die Behörden nicht einfach, dass es sich gestern in Hamburg um einen islamistischen Terroranschlag gehandelt hat?

Wahrscheinlich hätte das dann aber – frei nach de Maiziére – nur wieder einen Teil der Bevölkerung beunruhigt. Und das wollen wir ja nicht.

Mit herzlichem Gruß,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.