Prof. Fritz Vahrenholt – der Mann, der beweisen kann, warum die Welt vorerst nicht untergehen wird

Prof. Fritz Vahrenholt bei der Schwarm-Konferenz in Essen.
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von DIETRICH KANTEL

ESSEN – Professor Fritz Vahrenholt verkündet unerwünschte Wahrheiten. Er deckt Unwahrheiten in der Klima- und Energiedebatte auf und warnt vor der Hysterie eines drohenden Endes der Welt. Damit steht er gegen den Mainstream, der den Klimawandel dramatisiert, als ausschließlich oder überwiegend menschengemacht postuliert und die junge „Fridays for Future“-Generation in Untergangsfurcht versetzt. Auf der „6. Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz“ des Medienunternehmers Klaus Kelle in Essen zeigte er in seinem konzentrierten Referat die Fehldeutungen auf, die, befeuert durch weitgehend unkritische Medien, die emotionalisierte Klimadebatte in Deutschland beherrschen.

Expertise zur Thematik besitzt Vahrenholt allemal: Promovierter Chemiker, Vorstand bei der Deutsche Shell, Vorstandsvorsitzender bei REpower Systems, Vorstandsvorsitzender bei RWE Innogy, Honrarprofessor für Chemie in der Universität Hamburg. Und politisch ist er, was man heute in der eingetretenen Polarisierung mit „unverdächtig“ etikettieren kann: Ex-Juso und als SPD-Mitglied sechs Jahre Umweltsenator im sozialdemokratisch geführten Hamburger Senat.

Irreale Szenarien des Weltklimarates

Als herausstechendes Beispiel für die wissenschaftsferne Beförderung von Ängsten um den – grundsätzlich nicht zu ignorierenden – Klimawandel und die nicht voll erfasste Wirkung des CO2 im hochkomplexen Wechselsystem aller Einflussgrößen präsentierte Vahrenhold die aktuell lancierten Szenarien des Weltklimarates (IPCC).

Die Modellierungen in den Referenzprojektionen prognostizieren die CO2-Emissionen aus dem Verfeuern aller fossilen Vorkommen bis zum Jahr 2100 mit 6.100 bzw. 5.200 Gigatonnen (GT). Dagegen stünden jedoch weltweit vorhandene fossile Reserven von nur 4.300 GT. Das würde bedeuten, dass diese Reserven bereits im Jahr 2080 bereits vollständig aufgebraucht seien. Dann würde uns ab 2080 der – für Leben und Wirtschaft wichtige – Kohlenstoff ausgegangen sein.

Aus diesen Fehlannahmen resultierten dann zwangsläufig die propagierten Fehlprognosen einer Erderwärmung von drei oder gar fünf Grad Celsius. Dementgegen sei bei einer Annahme der Erwärmung von 1,5 Grad bis zum Jahr 2040, von heute ausgehend, lediglich mit einem Anstieg der Temperturen um nur weitere 0,3 Grad Celsius zu rechnen: Denn eine Erhöhung von 1,1 bis 1,2 Grad habe bereits stattgefunden. Das werde einfach unterschlagen.

Ignorierte CO2-Senken: Ozeane, Pflanzen, Beton

Ein weiterer Kritikpunkt Vahrenholts betrifft die Tatsache, dass in den irrealen IPCC- Extremszenarien sowohl die vorhandenen CO2-Senken als auch die positive Grün-Wirkung eines erhöhten CO2-Anteils in der Erdatmosphäre unterdrückt werden. In diesem Zusammenhang blieb auch der Klima-Beschluß des Bundesverfassungsgerichtes nicht ungeschoren: Die berichterstattende Richterin, Gabriele Britz, sei befangen. Durch sie habe das Gericht sich unkritisch monokausal auf die Stellungnahme des Bundesumweltamtes und damit auf die IPCC-Extreme gestützt. Kritiker wurden nicht gehört. Immerhin sei die Richterin mit dem Vorstandssprecher der GRÜNEN in Frankfurt, Bastian Berghoff, verheiratet, den die Frankfurter Neue Presse den „heimlichen Herrscher der GRÜNEN in Frankfurt“ nennt. Von diesem ist bekannt, dass er die Extrem-Prognosen des IPCC vertritt.

Bewußt, so Vahrenholt, werde ignoriert, dass Pflanzen und Ozeane 50 Prozent des CO2-Ausstoßes aufnehmen. Auch die Bauindistrie mit Zement und Beton stelle eine wichtige Senke für CO2 dar. Zwar sei die Zementindustrie allein für 5 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Doch nehme Beton beim Aushärten davon bis zu Zweidrittel wieder auf. Berücksichtigung in den Klimamodellen? Null.

Energiearmut, Dunkelflauten, Blackouts – und Revolten?

Wegen der deutschen, weltweit einzigartigen Politik des gleichzeitigen Ausstieges aus Kernkraft und Kohle prognostiziert Vahrenhold Energiearmut für das Industrieland Deutschland. Schon heute würden Aluminiumwerke wiederholt abgeschaltet. Berichte darüber: So gut wie nicht.

Bei häufigen Dunkelflauten (kein Strom aus Photovoltaik, gleichzeitig Windflaute – im Januar praktisch die Regel) helfe auch nicht der von Klimaaktivisten geforderte Windkraftausbau um das Dreifache. Vahrenholt, wenn Flaute herrsche: „Das ist simple Mathematik – dreimal Null ist Null“. Dann müsse Strom auch aus dem Ausland zugekauft werden. Auch sogenannter „dreckiger Strom“. Aus Kohle. Z.B. aus Polen. Auf der anderen Seite bedeute Strommangel wegen Energiearmut, dass zunehmend häufig drohende Blackout-Situationen bewältigt werden müßten.

Energiearmut habe schon längst zu enormen Preissteigerungen geführt. Industrieland Deutschland: Die höchsten Strompreise weltweit. Die steigenden staatlich verfügten Abgaben auf Energie – 2022 zünde wegen der erneut steigenden CO2-Abgabe die nächste Stufe – würden sich als zusätzlicher Preisbooster erweisen. Der einfache Bürger trage letztlich die Kosten. Professor Vahrenhold sieht deswegen schon für 2022 das Aufkommen einer Bürgerprotestbewegung.

Zur Gesamtschau: vahrenholt.net/publikationen/

Bildquelle:

  • Prof_Fritz_Vahrenholt_2: eduard pröls
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