Überall in den Staaten Europas unterstützen die Menschen den Freiheitskampf der Ukraine – auch in Ungarn

Das Brandenburger Tor heute Abend

von KLAUS KELLE

BERLIN – In deutschen Städten und zahlreichen europäischen Ländern fanden am Abend Solidaritätsdemonstrationen und Kundgebungen zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen die russische Aggression statt. Auf dem Marienplatz in München, vor der Dresdner Frauenkirche, in Köln und Regensburg wehten blau-gelbe Nationalflaggen. Die größte Veranstaltung fand am Abend in Berlin statt, wo knapp 10.000 Menschen zum Brandenburger Tor liefen, das in den Farben Gold und Blau angestrahlt wurde. Interessant: Neben Berlinern und Ukrainern hatten sich hier auch russische Oppositionelle angeschlossen, die gegen Putins Krieg protestierten. Der Demonstrationszug kam auf dem Weg an der von der Polizei aufwendig geschützten russischen Botschaft vorbei.

Die Protestwelle zur Unterstützung der Ukraine schwappte durch Metropolen in ganz Europa

In London fand die zentrale Gedenkveranstaltung am Trafalgar Square statt. In Warschau versammelten sich Demonstranten vor der russischen Botschaft, in Paris auf dem Place de la République. Am vergangenen Wochenende waren in Paris bereits 2.000 Menschen auf die Straße gegangen, um die Beschlagnahmung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine zu fordern.

In Rom stand der heutige Tag unter dem Titel „Die Ukraine und die Verteidigung Europas“. Dort fand eine Konferenz in der „Esperienza Europa – David Sassoli“ an der Piazza Venezia statt. Zudem gab es im Vorfeld des Jahrestages Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum, etwa von der Piazza dell’Esquilino zu den Fori Imperiali.

Die Forderungen waren überall gleich: Ende der Kampfhandlungen, Rückzug der russischen Besatzungstruppen aus dem Osten und Süden der Ukraine inklusive der Krim.

Ausweitung der Sanktionen gegen Russland, Stopp der sogenannten „Schattenflotte“, Freilassung der etwa 20.000 nach Russland verschleppten Kleinkinder und Ausweitung der Waffenlieferungen an die ukrainischen Streitkräfte. Aus dem Demonstrationszug in Berlin wurden immer wieder Sprechchöre „Taurus jetzt! Taurus jetzt!“ laut.

Am vergangenen Sonntag hatten sich auch Tausende Menschen in Ungarn zu einem Solidaritätsmarsch versammelt. Die Demonstranten marschierten mit riesigen ukrainischen Flaggen durch das Stadtzentrum zur russischen Botschaft und skandierten „Stop Putin, Stop the War“. In mehreren Reden wurde dabei die „anti-ukrainische Propaganda“ sowie die Blockadehaltung der ungarischen Orbán-Regierung gegenüber EU-Sanktionen kritisiert.
Schätzungen des Center for Strategic and International Studies (CSIS) haben hochgerechnet, dass seit Beginn des Angriffs am 24. Februar 2022 bis heute etwa 325.000 russische und bis zu 140.000 ukrainische Soldaten getötet wurden. Die Vereinten Nationen (UN) zählen etwa 15.000 getötete Zivilisten, darunter 766 Kinder.

Geopfert einem offenkundig Wahnsinnigen im Kreml, der die Sowjetunion zurückhaben möchte…

Bildquelle:

  • Brandenburger_Tor_Blau-Gold: klaus kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.