Viktor Orbán hat doch recht: Wir alle werden am Nasenring durch die Gender-Manege geführt

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Liebe Leserinnen und Leser,

»Sie verhalten sich wie Kolonialisten«, hat Ungarns Staatschef Viktor Orbán gestern formuliert, und mit „sie“ meine er einige EU-Staaten aus dem „alten Europa“ (Rumsfeld), die zornig reagieren, weil sich die Staaten Westeuropas nicht darum scheren, was in Budapest, Warschau oder Ljubljana gedacht wird. Und Orbán hat doch recht. Seit zehn Jahren lässt sich die europäische Staatenfamilie gegen den Willen großer Teile ihrer Bevölkerungen am Nasenring durch die schwachsinnige Gender-Manege führen. Linksgrüne Regierungen, denen der Willen ihrer Menschen am Allerwertesten vorbei gehen, und die willfährig ausführen, was ihnen eine schrille und laute LGBTQ-Lobbygemeinde vorscheibt. Falls Sie es nicht wissen, LGBTQ ist eine Abkürzung für ein einträgliches Geschäftsmodell von Menschen, die ihren Lifestyle und ihre sexuellen Vorlieben einer anders empfindenden großen Mehrheit aufzuzwingen versuchen. Und das politische Establishment macht einfach mit, nicht nur in Deutschland und Europa, sondern überall in den freien Gesellschaften auf diesem Planeten.

Warum machen die das, fragt man sich unwillkürlich, wenn man sieht, dass in Fernsehtalkshows vor einem Millionenpublikum und im Deutschen Bundestag Transgender ein ausführliches Thema ist, sich aber gleichzeitig nur eine Handvoll der 83 Millionen Einwohner Deutschlands als „trans“ eintragen lassen. Die Aufmerksamkeit von Medien und Juste Milieu zu diesem Thema steht in einem krassen Missverhältnis. Und dennoch machen alle mit, selbst die Bürgerlichen, die sich doch noch erinnern müssten, dass es mal so etwas wie Ehe und Familie, Moral und – wenn sie sich mal einen Christopher-Street-Day-Umzug in Berlin oder Köln live angeschaut haben – Anstand in diesem Land gab.

Es ist doch gar keine Frage auch und gerade für uns bürgerlich Konservative und die Liberalen sowieso, dass jeder in einer freien Gesellschaft so leben und lieben soll, wie er oder sie es selbst wollen. Mit jedenfalls ist es egal, was Menschen freiwillig und einvernehmlich miteinander tun, oder wie sie zusammenleben wollen. Muss jeder selbst wissen. Singlehaushalt oder Homo-Paar, Wohngemeinschaft oder Swingerclub, was geht es mich oder Sie an? Was geht es den Staat, die Gesellschaft und die Kirchen an?

Der Staat muss dafür sorgen, dass niemand wegen seiner Lebensweise diskriminiert und benachteiligt wird. Die Kirchen haben alle Möglichkeiten, ihre Botschaft und die Botschaft ihres Gottes unter die Menschen zu bringen, die dann aber selbst entscheiden dürfen, ob sie es beherzigen. Und ich wünschte mir sehr, dass wieder mehr Menschen den christlichen Priestern zuhören, die es noch ernst meinen mit der Lehre des Zimmermanns, und die so sehr leiden unter dem Vertrauensverlust der gewissenlosen Männer, die den Deckmantel der Kirche Jesu für schlimme Verbrechen genutzt haben. Oft, ohne dass sie dafür wirklich zur Rechenschaft gezogen wurden. Und ich hoffe und bete, dass diese Verbrecher ihre gerechte Strafe bekommen, wenn sie an ihrem jüngsten Tag an die große Holzpforte klopfen und um Einlass bitten.

Menschen, die anders leben und lieben wollen als die Mehrheitsgesellschaft dürfen das, ohne dass Ihnen jemand reinredet. Die anderen Menschen haben das zu tolerieren, aber sie müssen es nicht akzeptieren, dass zum Beispiel diese schamlosen Aufzüge in den Großstädten stattfinden und man lieber daheim bleibt, um den Kindern dieses Schauspiel zu ersparen. Und wir müssen uns auch nicht mit diversen Regenbogen-Ritualen belästigten lassen, wenn wir in Ruhe Fußball gucken möchten.

Wir haben auch das Recht, nicht den unwissenschaftlichen Genderschwachsinn finanzieren zu müssen, fast 200 Lehrstühle in Deutschland auf unsere Kosten bereitzustellen, für etwas, dass für die Gesellschaft vollkommen belanglos ist und allenfalls der Zerstörung der traditionellen Familien dient, ganz sicher aber nicht der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

»Die wollen uns sagen, wie wir unser Leben zu leben und uns zu benehmen haben«, empörte sich Viktor Orbán gestern völlig zurecht über das ungehobelte Verhalten einiger Länder Westeuropas. Und Genderschwachsinn, Klima-Hysterie und Massenmigration waren einst definitiv nicht die Gründe, warum die EU begründet wurde.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.