Volkswirt, Bestsellerautor, kann was…sucht neuen Job

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Liebe Leserinnen und Leser,

Markus Krall ist raus aus dem Spiel – vorerst. Sie alle kennen Kralls fulminante Videos und seine Bücher, in denen er mit dem europäischen Banken- und Finanzsystem knallhart abrechnet. Und es spricht vieles dafür, dass ihm diese klare Haltung, dieses nicht Drumherumreden, den Job beim wichtigsten deutschen Goldhändler gekostet hat, bei Degussa, weltweit aktiv, Milliardenumsatz, Millionengewinne. Deutlich mehr Millionengewinne, seit Krall 2019 seinen Job dort angetreten hat. Der Mann ist Volkswirt, scharfsinnig und er kann was.

Wir müssen uns um Markus keine Sorgen machen, er wird vermutlich ein paar Euro von seinem bisherigen Arbeitgeber bekommen und wahrscheinlich sind inzwischen schon erste Jobangebote eingetroffen. Und wenn ihm die nicht zusagen sollten, dann schreibt er halt zwischendurch mal schnell einen Bestseller.

Nein, was wir jetzt gerade alle atemlos verfolgen, das ist kein Einzelfall.

Das ist inzwischen deutsche Normalität, wenn man ausschert und – ärgerlich für die Mächtigen – völlig gegensätzliche Meinungen vertritt und, auch ganz schlimm, in der Öffentlichkeit sogar noch große Reichweite erzielt. Da ist der Professor, der im Fernsehstudio dem Herrn Drosten in die Parade fährt, danach eben nicht mehr im Studio, nie wieder im Studio. Und da ist der AfD-Mitarbeiter, der zurück in einen zivilen Beruf gezwungen ist, den eigenen Lebenslauf zu frisieren, um überhaupt wieder irgendeine Festanstellung zu bekommen. Ich kenne so einen Fall, eine hochqualifizierte junge Frau in ihrem Fachgebiet, die mal einige Monate für die AfD gearbeitet hat. Sie bewirbt sich und bewirbt sich, hat klasse Zeugnisse, aber niemand stellt sie ein. Auch früheren Abgeordneten der AfD kann es so ergehen. Headhunter laden zum Gespräch, und wenn das dann stattfindet, war der Name schon gegoogelt. Und raus.

Nach meiner diesjährigen Schwarmkonferenz schrieben die „Nürnberger Nachrichten“ einen üblen Hetzartikel, in dem sie behaupteten, da habe sich „der rechte Rand“ getroffen. Und irgendwann wird einer den Artikel bei wikipedia verlinken, und wenn ich nächstes Mal eine Halle buchen will, werden sie bei wikipedia nachschauen und glauben, da komme der „rechte Rand“.

Ich bin jetzt junge 63 Jahre, aber glauben Sie mir, niemals hätte ich für möglich gehalten, was in den vergangenen sechs, sieben Jahren in unserem Land passiert ist. Unvorstellbar die Masseneinwanderung „junger Männer“ aus aller Welt, die massiven Einschränkungen der Meinungsfreiheit im Zuge der Corona-Pandemie und die skandalösen Einschränkungen im Deutschen Bundestag gegenüber der AfD, der man ihre parlamentarischen Rechte (Ausschussvorsitze, Vize im Präsidium, staatliche Mittel für die Erasmus-Stiftung) verweigert. Obwohl jeder weiß, dass es Unrecht ist, aber sie tun es einfach mit der Arroganz ihrer Macht.

Markus Krall ist nicht nur ein Top-Manager, ein kluger Kopf, er ist vor allem auch ein guter Typ, einer, der sich nicht unterkriegen lässt. Wir sind keine klassischen Buddies, die sich zweimal im Monat mit Rotwein volllaufen lassen, aber wir kommen gut klar, haben einen kleinen „Dienstweg“ und hatten auch mal einen – ja – Rotwein-Abend in Düsseldorf damit verbracht über das Leben an sich, die Liebe und den Glauben zu diskutieren. Ich bin gespannt, was er demnächst macht, wo er wie Phoenix aus der Asche wieder auftaucht und für Furore sorgen wird.

Alles Gute, Markus! The Show will go on…

Klaus

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.