Wer bezahlt eigentlich diese Demokratiekosten?

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von KLAUS KELLE

50.000 Demonstranten gegen den Bundesparteitag der AfD waren gestern angemeldet. Ein großes Bündnis von etablierten Parteien, Gewerkschaften und Kirchen hatten aufgerufen und die Veranstaltung angemeldet.

Nach offiziellen Angaben waren aber nur etwa 10.000 Teilnehmer gekommen, was zunächst einmal dagegen spricht, dass große Teile der Bevölkerung tatsächlich außergewöhnlich beunruhigt über die AfD sind. Vielleicht halten die meisten Bürger sie einfach für eine Partei.

Eine Leserin rief uns heute an und brachte die interessante Frage auf, wer eigentlich die Kosten übernehmen muss, wenn bei einer Demonstration 80 Prozent der angemeldeten Teilnehmer tatsächlich gar nicht kommen. Zum Beispiel für den Polizeieinsatz und all die städtischen Vorbereitungsmaßnahmen?

Bei Bundesligaspielen wird gern gefordert, die Kosten auf die Vereine umzulegen. Und bei Demonstrationen? Ach so, das sind ja sozusagen „Demokratiekosten“. Vielleicht sollten wir das dann aus dem Haushalt der öffentlich-rechtlichen Anstalten bezahlen. Die sind ja zuständig für  Demokratiekosten…

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.