Wie sollen wir unseren Anführern in dieser Krise noch vertrauen?

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Liebe Leserinnen und Leser,

Stephane Bancel ist der Chef des Impfstoffherstellers „Moderna“. In einem Interview mit der „Financial Times“ hat er jetzt gesagt, dass die Corona-Impfstoffe, die es bis heute gibt, gegen die Omikron-Variante „nicht so wirksam“ sein werden. Bis es bessere Impfstoffe gibt, würden Monate vergehen. Über die aktuelle Entwicklung der Pandemie urteilt er: ›Das wird nicht gut sein‹

Nahezu gleichzeitig sagt ein Manager des Moderna-Konkurrenten Pfizer im Interview (sagt der „Spiegel“), Experten hätten ein gewisses Vertrauen, dass drei Impfstoffdosen einen „recht guten Schutz gegen die Omikron-Variante bieten“.

Also, was denn nun? Wie in der Politik unserer Regierungen vermitteln Wirtschaft und Pharmaindustrie der Bevölkerung in diesen Monaten vor alleim eine Botschaft. Die lautet: Genau wissen wir es auch nicht.

Niemand weiß, was uns am kommenden Tag erwartet, Freiheit oder harter Lockdown, Weihnachmarkt, Fußballstadion oder Intensivstation? Es ist so beunruhigend, wenn man den Eindruck gewinnt, dass niemand einen Masterplan zu haben scheint, der uns aus dieser Situation herausführt. Wir haben ja keine Aternative, als uns irgendwie ein rudimentäres Restvertrauen in unsere Anführer zu bewahren. Das gelingt mir persönlich nach den vergangenen Merkel-Spahn-Laschet-Söder-Jahren bei allem guten Willen nicht mehr. Und jetzt Scholz, Esken, Lauterbach und Baerbock – na, herzlichen Glückwunsch, Deutschland!

Bitte achten Sie auf sich!

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.