665 Tage TheGermanZ: Ob es 1000 werden, entscheidet sich in den nächsten Monaten

Bleibt 2023 im publizistischen Schützengraben: Journalist und Medienunternehmer Klaus Kelle.
Anzeige

von KLAUS KELLE

BERLIN – Haben Sie auch immer mal so Momente, wo Sie sich in Ihrem Leben die Sinnfrage stellen? So in der Art von: Was mache ich eigentlich hier? Ist das der richtige Weg? Bringt das überhaupt was?

Falls Sie nicht wissen oder sich bisher nicht dafür interessiert haben, will ich es hier mal für Sie alle schnell zusammenfassen.

Seit dem 6. März 2021 – seit 665 Tagen – betreiben wir die Online-Tageszeitung TheGermanZ, wie Sie sie jetzt kennen. Kein Blog, kein Meinungsportal, sondern Nachrichten. Wir berichten, was ist, was passiert in Deutschland, Europa und der Welt. Mit einem kleinen Team von Autoren und mit Nachrichtenagenturen. Die brauchen wir, um das ganze Bild zu zeigen, weil ein Medien-StartUp nicht das Geld hat, um zum Atomraketentest in Nordkorea, zum Silvesterfeuerwerk in Sidney, oder bei der Ankunft von Präsident Bolsonaros vorgestern in Orlando/Florida mit einem Berichterstatter dabei zu sein. Und das müssen wir auch nicht, weil viele der Agenturartikel sauber recherchiert sind, und Framing streichen wir und entgendert wird auch.

Wir berichten, seriös und – ganz wichtig! – unabhängig von einflussreichen gesellschaftlichen Organisationen, Parteien oder gar anderen Staaten. Einfach Journalismus machen, den Dingen auf den Grund gehen, nachfragen, beide Seiten einer Medaille beleuchten. Das mache ich schon seit fast 40 Jahren. Mitte 2008 entschloss ich mich, meinen sicheren und gut bezahlten Job als Leitender Redakteur bei der BILD aufzugebem, und nochmal etwas Eigenes zu machen. Mit ein paar verrückten Journalisten richtig seriöse Berichterstattung für eine bürgerlich-konservative Leserschaft auf die Beine zu stellen und – Achtung! – dabei auch noch ökonomisch erfolgreich zu sein.

28 Seiten umfasste zum Start unser Businessplan, eng beschrieben, mit Zahlenkolonnen dicht an dicht. Mit Ausgabenplänen, Investitionen und Einnahmeprognosen. Vom Wirtschaftsprüfer auf Herz und Nieren geprüft.

Dieser Artikel, den Sie gerade lesen, ist der 12.506. seit dem Start. Unsere Leserschaft – Sie – ist stabil. Wenn die Themenlage stark ist, schaffen wir hin und wieder über 100.000 Aufrufe am Tag. Ist sie schwach, dann sind es auch mal „nur“ 35.000. Aber an jedem Tag lese viele Menschen unsere Zeitung. Hätten wir gern 500.000 am Tag? Natürlich, aber das ist nicht relevant im Moment. Wichtig ist, dass wir eine agile Leserschaft haben, die keinen Krawall und kein Geschwurbel wollen, sondern einfach Nachrichten und Fakten. Und die bekommen Sie hier.

Zur ganz falschen Zeit gestartet

Ein Medien-StartUp mitten im Corona-Irrsinn – das war keine gute Idee. Und als wir im Frühling 2022 glaubten, nun sei Corona und die Flaute vorbei, nahm der Krieg in der Ukraine richtig Fahrt auf. Corona, Ukraine-Krieg, Sanktionen, Energiepreise, Inflation, Rezession…wer spendet in diesen Zeiten privates Geld für alternative Medien? Für Journalismus, für Seriosität und Unabhängigkeit

Kaum jemand. Und glauben Sie mir, das ist nicht nur ein Problem von uns und mir, sondern viele der anderen Kollegen haben mit demn gleichen Phänomen zu kämpfen. Und, wenn Sie ein, zwei große Investoren haben, die zum Jahresende alle offenen Rechnungen überweisen, dann ist das viel besser, als wenn Sie – wie ich – immer wieder mit dem Klingelbeutel betteln gehen müssen, um hier mal 5000 oder da mal 10.000 Eure einzuwerben. An dieser Stelle mein ganz herzlicher Dank all denen, die immer wieder helfen, damit wir unsere Tageszeitung für die Bürgerlichen in Deutschland stabilisieren können!

Alles hängt mit allem zusammen

das gilt auch für unser Medium. Wir betrachten diese Online-Tageszeitung, meinen Blog Denken Erwünscht und die alljährliche Schwarm-Konferenz als ein umfassendes Projekt, Konservative, Liberale, Christen zu organisieren, zusammenzuführen, handlungsfähig zu machen. Und wir wären längst weiter mit unseren Plänen, wenn wir nicht jeden Cent umdrehen müssten, bevor wir den wöchentlichen Podcast starten können, einen regelmäßigen Newsletter, Bewegtbild- und Radioformate. Die Konzepte liegen hier seit zwei Jahren, die Leute, die es professionell machen können, stehen bereit. Aber in dieser Krisensituation, die auch unabhängige Medien trifft, geht es einfach nicht.

Dazu kommen Rechtsstreitigkeiten, die viel Geld gekostet haben, ein Hackerangriff auf unsere Seite, der viel Schaden angerichtet und uns sicher 15.000 Euro gekostet hat. Noch heute läuft das automatisierte Abosystem nicht fehlerfrei. Wir haben jetzt begonnen, diese Seite komplett zu überarbeiten und neu aufzustellen, angefangen mit dem Abosystem. Und dann geht es Schritt für Schritt weiter. Ein Jahr wie 2020 werden wir nicht überstehen, das ist keine Schwarzmalerei, so sind die Zahlen der ersten beiden Jahre. Aber es ist möglich, dass wir es schaffen. Mit Ihrer Hilfe, denn der Staat, der üppig (Steuer-)Millionen raushaut für den „Kampf gegen Rechts“, für Gender-Spinner und Klima-Kleber tut nichts für Konservative. Null. Und im Grunde wollen wir das ja auch nicht, wir wollen frei und engagiert unsere Arbeit machen, die so wichtig ist für den Meinungsbildungsprozess in der deutschen Gesellschaft.

Was brauchen wir?

Wenn Sie der Meinung sind, dass TheGermanZ ein Medium ist, das nicht nur überleben, sondern ausgebaut werden sollte, dann unterstützen Sie uns bitte!

300 neue Jahresabos würden uns bis in den Sommer tragen. Sie können das auf der Startseite rechts in der Spalte unter dem „Frühen Vogel“ abschließen. WICHTIG: Wenn Sie schon ein Abo hatten, können Sie das nicht verlängern, wie es eigentlich sein sollte, sondern Sie müssen bitte einfach ein NEUES ABO ABSCHLIESSEN.

Falls Sie Anzeigen (Banner) schalten möchten für Ihre Produkte oder Veranstaltungen oder Organisationen – herzlich willkommen! Wenn Sie Interesse daran haben, sich als Kommanditist zu beteiligen (ab 5000 Euro), dann schreiben Sie mir bitte persönlich an: k.kelle@the-germanz.de! Dann reden wir miteinander.

Es gibt zwei Medienunternehmen, die Interesse bekundet haben, journalistische Dienstleistungen bei unserer Redaktion gegen Bezahlung einzukaufen. Auch sowas ist möglich.

Ich bin jetzt 63 Jahre alt, seit 40 Jahren in dem Geschäft, und ich möchte nicht zusehen, wie diese Gesellschaft den Bach runtergeht. Wie der modrige Sozialismus sich zurückschleicht in staatliches Handeln, wie Ideologen die traditionellen Familien zerstören, wie die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird, wie Klima-Extremisten dafür sorgen, dass die einst sichere Energieversorgung Deutschlands ebenso in Gefahr gerät wie die Innere und Äußere Sicherheit.

Der großartige Theologe Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses in Augsburg, und Veranstalter der großartigen MEHR-Konferenzen sagte mir an dem Tag im Herbst 2017, als wir uns kennenlernten: „Klaus, wenn Du eine Idee hast und sie nicht aus eigener Kraft finanzieren kannst, dann ist es keine gute Idee.“ An diesen Satz habe ich in den vergangenen Monaten oft zurückgedacht.

Sind unabhängige und freie Medien in der Situation, in der sich Deutschland befindet, eine gute Idee? Wollen wir den Kampf um diese Gesellschaft und die Zukunft unserer Kinder aufgeben? Wollen wir Appartments suchen in der Schweiz oder Ungarn oder Kroatien? Oder wollen wir diesen Kampf endlich wirklich aufnehmen…und gewinnen?

Ich versuch’s nochmal, wäre schön, wenn viele von Ihnen mitmachen!

PS: Wegen der technischen Überarbeitung dieses Portals werden in den kommenden acht bis zehn Tagen weniger aktuelle Artikel hier erscheinen als Sie gewohnt sind.

FALLS SIE SPENDEN MÖCHTEN: PayPal @TheGermanZ oder Spende auf unser Volksbank-Konto DE03 6849 2200 0002 1947 75.

Bildquelle:

  • Klaus_Kelle_7-22: @pukall-fotografie
Anzeige

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Jetzt spenden (per PayPal)

Jetzt abonnieren

Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.