Sturmtief „Elli“: Keine Sorge! Nur wenige Wochen noch, dann beginnt die Klima-„Hitzekatastrophe“

Es ist ungemütlich draußen

von KLAUS KELLE

BERLIN – Wenn ich heute Morgen aus dem Fenster schaue, dann sehe ich…Winter. Vielleicht kommt nachher die „Katastrophe“ auch noch, aber so richtig glaube ich nicht daran.

Wenn ich mich an meine Jugend erinnere, dann war Schneefall auch im März normal. Und als ich damals nach Bayern, in die Nähe von Augsburg, zog, da war um diese Zeit im Januar ein Drittel meines Tagesablaufs ausgefüllt mit Scheeschippen. Ich will das überhaupt nicht kleinreden, was gerade passiert, aber ist das wirklich so ein singuläres Ereignis? Ich weiß, es gab am Morgen bereits zwei Todesfälle, die mit Sturmtief „Ellie“ zusammenhängen, aber liebe Leute, auch das ist zwar tragisch, aber nicht neu.

Eine geschlossene Schneedecke, Schneewehen auf den Straßen und Temperaturen, die zum Tee am Kamin einladen. Und zeitgleich alarmiert der Mediale Mainstream: „Schneise der Verwüstung“, „Milliardenschäden“ und „lebensgefährliche Grenzwetterlagen“. Die CDU sagt ihre Klausurtagung in Mainz ab, die Bahn stellt den Betrieb in Norddeutschland teilweise ein, und der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in violetten Farbtönen vor dem Sturmtief „Elli“.

Meteorologisch gesehen ist „Elli“ tatsächlich kein gewöhnliches Tiefdruckgebiet. Der Antrieb hinter dem Sturm ist der „Jetstream“, ein Starkwindband in der oberen Atmosphäre. Laut DWD erreicht dieser im Winterhalbjahr Geschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometern pro Stunde. Das ist wirklich nicht üblich so. Was aber „Elli“ wirklich ungewöhnlich macht, ist die momentane „Grenzwetterlage“: Im Norden arktische Kaltluft, von Südwesten her milde und feuchte Luftmassen. Das bedeutet: massive Niederschläge, als Schnee oder – was gefährlicher ist – als gefrierender Regen („Blitzeis“). Das ist nicht lustig.

Dass aber heute jede Schneeflocke eine „Breaking News“ auf dem Bildschirm auslöst, wirkt auf viele Menschen – auch mich – tatsächlich wie „Klimahysterie“

Seit den 60er Jahren sind die Wintertemperaturen in Deutschland tatsächlich um 1,5 bis 2 Prozent gestiegen. Das ist Statistik, das ist belegt. Aber ist das „menschgemachter Klimawandel“, oder ist es vielleicht normal? Ich meine, es gab auch Hitzeperioden oder Eiszeiten, bevor ich mit meinem Diesel-PKW fuhr oder Deospray benutzte….

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist gerade darauf hin, dass die Schadenssummen durch Winterstürme Milliarden erreichen. Das liegt aber nicht zwingend daran, dass die Stürme objektiv schlimmer geworden sind, sondern dass wir heute zum Beispiel auch mehr Werte besitzen, die kaputtgehen können – von der Solaranlage auf dem Dach bis zur sensiblen Elektronik in unseren Autos.

Wenn ich heute Morgen aus dem Fenster schaue und nur Schnee sehe, darf ich nicht ignorieren, dass zumindest die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes keine Schikane, sondern wichtig sind. Das bedeutet ja nicht, dass wir sofort in Panik verfallen müssen. Passen Sie einfach ein bisschen mehr auf als normalerweise und denken Sie daran: ein paar Wochen noch, dann beginnt die Hitzekatastrophe…

Bildquelle:

  • Winter: adobe.stock / elenba

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.