Hitze trifft deutsche Landwirte schwer

Sieht saftig grün aus, täuscht aber leider

BERLIN – Die Hitzewelle in Deutschland hat harte Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Seit Mitte Juni gingen etwa drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren, teilte der Deutsche Raiffeisenverband als Vertretung von 1.600 Genossenschaftsunternehmen im Agrarhandel und der Verarbeitung mit. Einbußen gibt es vor allem im Süden. Niedriges Wasser in Flüssen erschwert akut Getreidetransporte per Binnenschiff.

Nach einer Schätzung erwartet der Raiffeisenverband eine deutlich kleinere Ernte von 40,6 Millionen Tonnen Getreide nach 45 Millionen Tonnen 2025. „Nur die günstige Witterung im Frühjahr hat größere Schäden verhindert“, sagte Marktexperte Guido Seedler. Mitte Juni habe aber eine Hitzeperiode mit teils über 40 Grad eingesetzt. „Dann verbrennt richtig das Getreide“, sagte er mit Blick etwa auf Winterweizen. Geschätzter Einnahmeverlust:  600 Millionen Euro.

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  • Landwirtschaft: pixabay

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.