Demonstrative Solidarität mit Israel: Doch hinter den Kulissen wird in Berlin mit den politischen Freunden der Hamas-Mörder gekungelt

Solidaritätmit Israel: 1700 Menschen gestern auf dem Bebelsplatz in Berlin.

von KLAUS KELLE

BERLIN – Auf acht Veranstaltungen haben Menschen in Berlin gestern der Opfer des verheerenden Terroranschlags auf Israel vor drei Jahren gedacht. Um die Veranstaltungen abzusichern, schickte die Polizei in der Hauptstadt zusätzlich 700 Beamte auf die Straßen – alleine das ist ein deutliches Zeichen dafür, was in unserem Land und besonders in dieser Stadt schiefläuft.

Am Vortag hatten noch Abgeordnete der SPD-Bundestagsfraktion, angeführt von Verteidigungsminister Boris Pistorius, Empörung inszeniert, weil in Sachsen-Anhalt ein AfD-Politiker zum Parlamentspräsidenten gewählt wurde. Heute hat man bei der Berliner SPD, die hier mal eine traditionsreiche und die Politik beherrschende Partei war, offenbar keine Skrupel, mit der SED/Linken über die Bildung einer Stadtregierung zu verhandeln – einer Partei, der es an Antisemiten, Israelhassern, Terrorfreunden und – wie wir seit dem Wahlabend wissen – Kontakten zu kriminellen Clans wahrlich nicht mangelt. Was für eine Heuchelei.

Bei den Solidaritätsveranstaltungen für die Opfer des Hamas-Terrors bot Berlins jüdische Gemeinschaft alles auf, was sie hat: Gedenken, Reden, auf das Brandenburger Tor wurde die israelische Flagge projiziert.

Zur zentralen Veranstaltung kamen nach Polizeiangaben etwa 1700 Teilnehmer. Israels Botschafter Ron Prosor war da, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Berlins Abgeordnetenhaus-Präsidentin Cornelia Seibeld (CDU) auch.

Wirklich sehr bewegend ist die Ausstellung „Unbroken“, vom abgewählten Regierenden Bürgermeister Kai Wegner im Roten Rathaus am Vortag eröffnet.

In ihr werden Geschichten israelischer Sportler und ihrer Familien erzählt. Geschichten von dem Tag, als die Mörder der Hamas zum Angriff aufmarschierten und wahllos Israelis töteten: Frauen, Kleinkinder, Jugendliche, alte Menschen. Eine Blutorgie, von den oftmals sehr jungen Tätern auf ihren Handys dokumentiert. „Jalla Jalla!“ Sie lachen und haben Spaß, während sie morden, vergewaltigen und zerstören.

So wie Deutschland und Berlin Hamas-Freunde weiter willkommen heißen, sie tun lassen, was sie wollen. Demnächst könnten solche Gestalten erstmals wirkliche politische Macht in der deutschen Hauptstadt bekommen. Und SPD und Grüne machen es möglich.

Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Elif Eralp, die demnächst im Roten Rathaus Chefin sein könnte, und ihre Kollegen Bettina Jarasch und Werner Graf von den Grünen, auch der SPD-Landeschef und Fraktionsvorsitzende Steffen Krach besuchten gestern die Gedenk-Installation am Brandenburger Tor. Dort hat die Jüdische Studierendenunion Deutschland an Tischen 500 leere Stühle aufgestellt, auf denen Fotos der Opfer des 7. Oktobers 2023 zu sehen sind. Wenn ich hier schreibe, was ich vom Besuch dieser Politiker halte, mache ich mich strafbar…

Gestern Abend gab es einen „religionsübergreifenden Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg“. Was soll das sein?

Ein religionsübergreifender Gottesdienst?

Katholiken und Muslime zusammen? Man könnte vielleicht zusammen gedenken, aber ein Gottesdienst? Mit Menschen aus dem religiösen Milieu der Mörder? Das gibt es nur in Berlin.

„Die Ursache aller Entwicklungen seit dem 07. Oktober 2023 war ein bestialischer antisemitischer Terroranschlag, dem das Weltbild eines eliminatorischen Antisemitismus zugrunde lag und der kein anderes Ziel hatte, als möglichst viele Juden zu töten“, sagte Berlins Antisemitismusbeauftragter Samuel Salzborn immerhin und stellte klar, wer am 7. Oktober 2023 Opfer und wer Täter war.

Beim Terrorangriff der Hamas vor drei Jahren wurden rund 1.200 Menschen in Israel getötet und etwa 240 in den Gazastreifen verschleppt. Es war der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust.

Bildquelle:

  • Solidarität_Israel_07.10.2026: karin clemens

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.