Airbus-Zwischenbilanz: Sorgen um die Zukunft des A 380

Sorgenkind von Airbus: Der A380 mit den angedachten größeren abgeknickten Flügelenden («A380plus»). Foto: Sebastian Kunigkeit
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Umsatz und Ergebnis dürften nach Schätzung von Analysten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken sein – auch wegen eines Spartenverkaufs sowie hoher Sondergewinne im Jahr 2016. Da hatte Airbus von dem Verkauf seiner Beteiligung am französischen Luftfahrtkonzern Dassault Aviation profitiert.

Derzeit muss sich der Hersteller erneut mit Verzögerungen bei seinem größten Verkaufsschlager, den Mittelstreckenjets der A320neo-Familie, herumschlagen. Weil Triebswerksbauer Pratt & Whitney nach technischen Problemen 2016 mit den Lieferungen kaum hinterherkommt, dürften die Jets des Typs wie schon im Vorjahr schwerpunktmäßig in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden. Dennoch plant Airbus für dieses Jahr die Rekordauslieferung von rund 720 Verkehrsjets – und rückt damit näher an den weltgrößten Flugzeugbauer Boeing heran.

Sorgenkind bleibt der weltgrößte Passagierjet Airbus A380. Wegen seit langem ausbleibender Neubestellungen prüft der Hersteller, die Produktion noch stärker zurückzufahren als bisher geplant. Schon nach jetzigem Stand sollen ab 2018 pro Jahr nur noch 12 Maschinen des Typs die Airbus-Hallen verlassen. Im vergangenen Jahr waren es noch 28. Airbus-Verkaufschef John Leahy (66), der dieses Jahr in den Ruhestand gehen will, versucht Insidern zufolge noch neue Bestellungen hereinzuholen, um die Produktion des Fliegers für weitere Jahre zu sichern. (dpa)

Bildquelle:

  • Airbus A380: dpa
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