Behauptet, gesendet, fertig – Lützerath-Propaganda beim WDR auf Hochtouren

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Liebe Leserinnen und Leser,

die „Schlacht“ um Lützerath ist geschlagen. Der Rechtsstaat hat gesiegt, das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht sind mehr als 70 im Dienst verletzte Polizeibeamte – allerdings nicht alle durch Angriffe linksextremistischer Klima-Trupps, sondern teilweise einfach durch Verletzungen, die sie sich im morastigen Gelände ohne Fremdeinwirkung zuzogen.

Das Verhalten unserer Staatssendeanstalt vor Ort hatte an diesem Wochenende allerdings nichts mehr mit seriöser Berichterstattung zu tun.

Unterwegs mit einem unserer Söhne im Auto zum Haareschneiden hörten wir auf „1Live“, der Jugendwelle des WDR, Frontberichterstattung pur. 8000 Demonstranten, so hörten wir, seien angekündigt worden. Und nun seien schon mehr als 10.000 da, darunter sogar 150 mit Bussen aus dem Saarland. Und es kommen ja bestimmt noch ganz viele mehr, ein „Zeichen zu setzen“, und jetzt sind bestimmt im Sendegebiet auch viele unterwegs nach Lützerath . Und blablabla. Das war eine Werbesendung für ein fröhliches Happening. Fehle nur noch, dass der Sender einen 1Live-Busshuttle eingerichtet hätte, verbunden mit einem der üblichen dümmlichen Gewinnspiele.

Und so setzte sich das über das ganze Wochenende fort.

Statt die Steinwürfe und Molotowcocktails der linken Demo-Blase zum Thema zu machen, sendete die von unseren Zwangsgebühren finanzierte Staatssendeanstalt ein Pressestatement von Thunberg und Neubauer in voller Länge, unkommentiert, nicht hinterfragt. Die BILD berichtete später, dass im WDR eine „Sanitäterin“ zu Wort kam, ohne dass erwähnt wurde, dass die Frau „in Wirklichkeit Aktivistin und Mitglied der Grünen Jugend ist“. Die Frau mit dem blauen Pudelmützchen, eine Iza Hofmann, beklagte die angeblich „ungehemmte“ Polizeigewalt: Es gebe eine „hohe zwei- bis dreistellige Zahl an Verletzten“, darunter „viele schwer verletzte, einige lebensgefährlich verletzte Personen“. Behauptete sie. Doch dafür gibt es nicht den geringsten Beweis. Behauptet, gesendet, fertig!

Und als krönenden Abschluss der Hofberichterstattung bot uns nach dem ARD-„Tatort“ die inzwischen unsägliche Anne Will im Ersten in ihrer sogenannten „Talkshow“ vier Grüne und Klimaaktivisten gegen zwei Normalos an. So swie sie das oft macht. Ich wiederhole mich, aber ich werde es immer und immer wieder sagen: Dieses öffentlich-rechtliche Staatsfunksystem hat sich überlebt. Schaltet diese nutzlosen Propagandaanstalten endlich ab. Endgültig.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.