Besuch in der Bi-Emm-Dabbelju-World – aber da gibt es keine Zigarren

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Liebe Leserinnen und Leser,

waren Sie schon einmal in München in der BMW-Welt? Ich am Abend das erste Mal, und sollten Sie die Gelegenheit haben, gehen Sie hin! Das ist neben dem Deutschen Museum das Beste, was die Landeshauptstadt zu bieten hat. Als Deutscher schreitet man da voller Stolz durch die Erlebniswelt und „Eventlocation“ rund um die Bayerischen Motorenwerke, um Entwicklung und Visionen, und um die Geschichte der weltweit erfolgreichen Automarke.

Autos können wir Deutschen einfach, besser als alle anderen auf der Welt, BMW, Audi, VW, Mercedes, Porsche – die ganze Welt staunt, was deutsche Konstruteure und Autobauer drauf haben. Ich weiß noch, wie bei einem meiner ersten Reisen in die USA vor 40 Jahren – ich war zum Thanksgiving-Essen in eine amerikanische Familie eingeladen, nachdem mich deren Tocher Jaenette zuvor beeindruckt und für eine Enladung des German Guy bei ihren Eltern Zuhause gesorgt hatte. Beim Truthahn konnten die Familienmitglieder gar nicht glauben, als ich rumprotzte, dass in Deutschland die meisten Taxis Mercedes sind. „Mörceedes??? You’re kidding…“

Nein, Autos können wir wirklich, und ich hoffe, das bleibt noch lange so, denn Tesla und einige chinesische Neuentwicklungen haben beunruhigendes Portal.

Ich will Sie nicht langweilen zum Start in den neuen Tag, liebe Freunde, aber ich hatte Ihnen ja gestern schon erzählt, dass ich bei einem Treffen von 70 konservativen Influencern aus der ganzen Welt eingeladen bin, um etwas über Geldsammeln und strukturiertes Arbeiten zu lernen. Und das brauche ich wirklich, wie meine langjährigen Freunde wissen…

Wir warem mit 70 Jungs und Mädels BMW angucken und wunderbar Abendessen gestern. Ich musste meine ganze Willenskraft zusammennehmen, um dem Keller an unserem Tisch das vierte Glas Weißwein zu verweigern. Ich könnte da jetzt noch sitzen, so inspirierend war es. Am Tisch ein Deutscher, ein Ami und eine Österreicherin, Thema: wie können Konservative die nächsten Wahlen gewinnen, was ist von Merz und Söder zu halten und: ist Trump wirklich der Richtige „to run again“ oder sollten es die Republikaner mit Ron DeSantis versuchen? Und was macht eigentlich Marco Rubio, den ich persönlich 2016 favorisiert habe. Ich kaufte damals ein T-Shirt von Rubio über Amazon, das ich auch heute noch gelegentlich trage, wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Und warum nicht eine Frau wie Condoleezza Rice oder Nikki Haley, super Mädels, wie mir am Tag auch mehrere andere US-Republikaner hier verscherten?

Es ist ein wunderbares Gefühl, mit so vielen Menschen aus allen Teilen der Welt zusammen zu sein, mit Anna aus Nairobi, Maryna aud der Ukraine oder meinem neuen Freund aus Guatemala. Alles Menschen, die an Gott glauben, Familienwerte und das uneingeschränkte Recht eines jeden Menschen auf Leben verteidigen und die „socialists“ verhindern wollen. Als wie die BMW-Welt verließen, raunte ich Eduard zu, wie gerne ich jetzt noch eine kubanische Zigarre rauchen würde vorm Schlafengehen. Aber abends um 22.30 Uhr in München?

Als ich aus dem Bus zum Hotel ausstieg, stellte mit Eduard meinen neuen Freund aus Guatemala vor, dem er erzählt hatte, nach was mir gelüstet. „Cuban?“, fragte er mich und ich antwortete „What else?“ Was mein Favorit sei, wollte er wissen, und ich bekannte dass die „Edmundo“ von Montechristo für mich persönlich die Nummer 1 ist. Mein neuer konservativer Freund hat es eher mit Partagas, auch sehr schön. Heute Abend wollen wir in die Innenstadt uns vorher eindecken mit kubanischen Rauchwaren und dann bei drei, vier Mojitos die Revolution planen.

Glauben Sie mir: Konservativ ist gar nicht so „boring“, wie viele denken…

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.