Bundestag würdigt 75. Jahrestag der Gründung Israels

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor (2.v.r.), zusammen mit und Gideon Joffe (l.), Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l.) auf der Ehrentribüne im Bundestag. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

BERLIN – Der Bundestag hat sich zum 75. Jahrestag der Gründung des Staates Israel in einer breiten Mehrheit zum Existenzrecht des jüdischen Staats und zum Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland bekannt.

Redner aller Fraktionen gratulierten Israel in einer Debatte zum Jahrestag – in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem israelischen Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, die auf der Ehrentribüne Platz genommen hatten. Mehrere Redner betonten vor dem Hintergrund der Bedrohung Israels durch Iran das Selbstverteidigungsrecht des Landes.

Angesichts des aktuellen Gewaltausbruchs zwischen Israelis und Palästinensern wurde in verschiedenen Reden die Bedeutung einer Zwei-Staaten-Lösung für einen dauerhaften Frieden betont – auch wenn diese derzeit in weiter Ferne gerückt scheine.

Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 ausgerufen. Staatsgründer David Ben Gurion verlas damals in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung. Israel feiert sein Jubiläum nach dem hebräischen Kalender und somit in diesem Jahr früher. Für Deutschland ist die Sicherheit Israels angesichts der Ermordung von sechs Millionen Juden durch Nazi-Deutschland Staatsräson.

Bildquelle:

  • Prosor, Joffe und Steinmeier: dpa

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