Es gibt viele, die arbeiten für ihren Lebensunterhalt – und andere, die haben kein Interesse daran

Die soziale Hängematte auf Dauer ist der arbeitenden Bevölkerung nicht zuzumuten.
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von JULIAN MARIUS PLUTZ

BERLIN – Wer sich mit den Arbeitslosenzahlen beschäftigt, kommt nicht umhin, unbequeme Wahrheiten, die im Wesentlichen als politisch unkorrekt gelten, zu benennen. Die eine Wahrheit lautet: Ausländer, also Menschen ohne deutschen Pass, sind überproportional häufiger arbeitslos als Deutsche.

So liegt die Arbeitslosenquote bei Nichtdeutschen bei 12,2 Prozent, während der Bundesdeutsche Durchschnitt bei vier Prozent angesiedelt ist. Da die echte Arbeitslosenquote vermutlich doppelt so hoch ist, und es ist durchaus möglich, dass die Zahl doppelt so hoch ausfällt. Anders ausgedrückt: Wahrscheinlich ist jeder vierte Ausländer in Deutschland komplett auf Sozialleistungen angewiesen.

Der Anteil von Ausländern in Deutschland lag 2021 bei rund 13 Prozent. Das heißt, ein Viertel aller Arbeitslosen besitzen hierzulande nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Menschen mit Migrationshintergrund sind nicht einmal berücksichtigt.

Osteuropäer und Russen überdurchschnittlich arbeitsam

Immer wenn man von einer hohen Ausländer redet, dreht es sich meist um die  gleichen Länder. Oder anderes gesagt: Menschen aus dem arabischen Raum bzw. der Türkei sind häufiger erwerbslos, als Bürger aus anderen Ländern. So sind auf Platz 1 mit 17,3 Prozent Menschen aus Syrien gefolgt von Türken mit 15,7% und Afghanen mit 5,4%.

Doch es gibt auch positive Beispiele: So sind Ukrainer mit 2,1%, Russen mit 1,9% und Kroaten mit 1,7%  sogar unter dem Bundesschnitt.

Doch woran liegt das?

Man kommt nicht umhin, den Grund unter anderem im kulturellen Hintergrund zu suchen. So wird in vielen osteuropäischen Ländern der Wert Arbeit hochgehalten. Nichts zu tun, keiner Beschäftigung nachzugehen, gilt in diesen Kreisen als unsozial und wird verpönt. Gerade bei vielen Russlanddeutschen ist eine überdurchschnittliche Arbeitsmoral und Karrieredenken zu beobachten. Sie sind nicht selten Handwerker, und wenn sie studieren, dann Studiengänge mit guten Jobaussichten – selten Gender Studies.

Türken in Deutschland als Problemfall

Bei vielen Bürgern aus arabischen Ländern und der Türkei sieht das anders aus. Hier gibt es, gerade bei Türken, ganze Hartz IV-Dynastien, die in der dritten, teilweise in der vierten Generation vom Staat leben. Natürlich kann und sollte man nicht alle über einen Kamm scheren, die Kausalität ist jedoch auffallend. Einige haben sich im Sozialstaat, der für viele ein wesentlicher Grund war, nach Deutschland zu migrieren, eingerichtet. Und so manch einer kann sich gar nicht vorstellen, überhaupt und jemals zu arbeiten.

Die Türken in Deutschland sind in vielerlei Hinsicht präzedenzlos. So leben nach wie vor Menschen in Deutschland, die selbst nach der vierten Generation noch nicht den deutschen Pass haben, was einzigartig ist. Hier bietet sich ein Vergleich mit den Ruhr-Polen an.

Von 1870 bis 1920 zogen viele hunderttausend Polen hauptsächlich nach Essen, Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen. Bereits nach der zweiten Generation galten die allermeisten von ihnen als assimiliert, sie waren Deutsche. Die dritte Generation sprach fast durchgehend kein oder wenig Polnisch. Heute erinnern lediglich Nachnamen wie Schimanski, Wischniewski, oder Walochni an den osteuropäischen Hintergrund.

Man wird schnell zum Rassisten

Anders und undenkbar bei den Türken in Deutschland. Sie sehen sich nach wie vor in der Diaspora, selbst nach der vierten Generation. Obwohl sie häufig beide Sprachen, Deutsch und Türkisch, nur defizitär sprechen, fühlen sie sich der Türkei verbunden. Vielleicht ist das auch ein Grund, weshalb manche keine Scham besitzt, vom deutschen Sozialstaat zu leben. Großartige Sanktionen haben sie nicht zu befürchten, und die wenigen Maßnahmen möchte die Ampel-Koalition abschaffen.

Es sind unbequeme Wahrheiten, die angesprochen werden müssen. Dabei geht es nicht um Stigmatisierung; es gibt auch viele lobenswerte Beispiele. Doch um eine nachhaltige Therapie zu beginnen, muss die Diagnose stimmen. Leider läuft man schnell Gefahr, als Rassist abgestempelt zu werden, was eine echte deutsche Untugend ist. Diese Nazikeule vergiftet den Diskurs, schließt den Meinungskorridor und macht eine Debatte, die zwar hart sein darf, aber nicht respektlos, unmöglich.

Sanktionen müssen dem Staat zur Verfügung stehen

Zusammenfassend kann man sagen, dass Türken und Syrer überproportional häufiger arbeitslos sind, als zum Beispiel Menschen aus Osteuropa. Hier besteht seitens des Staates Handlungsbedarf. Zum einen muss auch die potentielle Leistungsfähigkeit ein Faktor für Einwanderung sein. Es ist für die arbeitende Bevölkerung sehr schwer vermittelbar, weshalb die Regierung eine Einwanderung in die Sozialsysteme zulässt – was  im Übrigen auch viele Migranten so sehen, doe arbeiten.

Zum anderen muss dem Staat Sanktionen für Arbeitsunwillige zur Verfügung beschließen und durchsetzen. Es kann nicht sein, dass Leute in Schweinfurt und Bochum am Band stehen, während sich ganze Familien dauerhaft im Sozialstaat einrichten. Wer das zulässt, verhöhnt die Leistungswilligen und es ist dabei überhaupt nicht wichtig, aus welchem Land sie kommen. Deutschland braucht seine Leistungsträger und keine staatlich gepamperten Arbeitsmuffel.

Bildquelle:

  • Hängematte: pixabay
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