Meloni nach Schüssen in Rom: Getötete war meine Freundin

ARCHIV - Giorgia Meloni trauert um ihre Freundin. Foto: Andreea Alexandru/AP/dpa
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ROM – Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni war nach eigenen Angaben mit einer bei dem Angriff in Rom getöteten Frau befreundet. «Nicoletta war meine Freundin», schrieb Meloni in einem Facebook-Beitrag. Die 50-jährige Frau war am Sonntagmorgen im Norden der Hauptstadt zusammen mit zwei anderen Frauen von einem Mann in einer Bar erschossen worden.

Der Täter war in eine Versammlung von Hausbewohnern gestürmt. Vier weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Mann wohnte ebenfalls in dem Haus und hatte die Nachbarn laut deren Angaben schon in der Vergangenheit bedroht. Er wurde von Sitzungsteilnehmern gestoppt und der Polizei übergeben.

In Rom sorgte der Vorfall für Empörung und Entsetzen. Der Angreifer betrieb einen Online-Blog, in dem er seinen Hass auf die Nachbarn niederschrieb. Meloni bestätigte Berichte, wonach dem 57-Jährigen von den Behörden ein Waffenschein untersagt worden war. Für die Tat benutzte er eine Pistole, die er von einem Schießplatz stahl. Meloni teilte mit, dass der Schießplatz überprüft werde.

Die Ministerpräsidentin hoffe, dass die Justiz nun schnell ihren Lauf nehme. «Aber das Wort ‚Gerechtigkeit‘ kann in der Angelegenheit nicht verwendet werden. Denn es ist nicht gerecht, so zu sterben», schrieb Meloni zu einem Foto, auf dem sie neben ihrer Freundin zu sehen ist.

Bildquelle:

  • Giorgia Meloni: dpa
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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.