Natürlich braucht Deutschland geregelte Zuwanderung

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Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst bitte ich Sie um Entschuldigung, dass gestern ihr gewohnter „Früher Vogel“ ausfiel. Wir hatten seit dem Vorabend technische Probleme, die erst gestern gegen 14 Uhr behoben waren. Und dann am Nachmittag einen Early Bird schreiben, das erschien mit sinnfrei.

So grüße ich und wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende aus dem sonnigen München, für mich derzeit die Baustellen-Metropole schlechthin in Deutschland. Wenn Sie mit dem Taxi für 4,2 Kilometer 35 Minuten Lebenszeit und 27 Euro aufwenden müssen, dann ist irgendwas nicht in Ordnung. Rückfahrt dauerte „nur“ 28 Minuten und kostete nur 23,60 Euro. Immerhin.

Ich war gestern Abend in einer spanischen Bodega mit einer Managerin aus der Ukraine essen. Die hatte ich im Frühjahr kennengelernt, der erste Mensch aus der Ukraine überhaupt, den ich jemals bewusst getroffen habe. Und wir unterhielten uns bei Tappas und Chardonnay lange genau darüber, weshalb eigentlich ein so großes Land wie die Ukraine mit 44 Millionen Menschen erst jetzt in unseren, westlichen, Blick gerät, da es angegriffen und von Russland mit einem mörderischen Krieg überzogen wird. Spannendes Thema.

Zwischendurch kam ein ausgesucht höflicher spanischer Kellner immer mal an unserem Tisch vorbei und erkundigte sich im akzentfreien Deutsch, ob wir noch etwas wünschen Am Nachbartisch unterhielten sich vier junge Leute auf Französisch, es herrschte eine ausgelassene Stimmung, das Essen war ausgezeichnet.

Deutschland hat sich verändert, in vielen Bereichen negativ, das ist keine Frage. Negativ, weil tiefgreifende Veränderungen von der Politik verfügt werden, ohne uns – das Volk – vorher zu fragen und „mitzunehmen“, wie es in Sonntagsreden so schön heißt.

Wir müssen uns nicht darüber unterhalten, was bei Merkels Flüchtlings-Irrsinn alles schiefgelaufen ist – gewollt oder aus Naivität. Wer hier Asyl beantragt und von einem Gericht abgelehnt wird, der muss raus. Punkt. Und dass ca. 300.000 solche abgelehnten Asylbewerber hier „geduldet“ und finanziert werden, weil die Grünen das wollen und permanent unser Recht beugen, das ist skandalös. Und von den Gewalttätern, Syrer mit Messern und Macheten, Nordafrikanern, die Frauen vergewaltigen und Allahs Kämpfern, die in ihren von uns bezahlten Wohnungen Terroranschläge planen und vorbereiten, müssen wir gar nicht reden. Ein Irrsinn, was mit unserem Land in den vergangenen Jahren passiert ist.

Aber dennoch ist eine Stimmungsmachte gegen „die Ausländer“ dumpf und blöde. In vielen Bereichen würde in Deutschland nichts mehr laufen ohne Zuwanderung. Gehen Sie mal in Krankenhäuser, wo der behandelnde Arzt ein Iraner oder Pole ist, wo die Schwestern aus der Slowakei, Ukraine oder den Philippinen kommen. Wer würde diese Arbeit machen, wenn die alle nicht hier wären? Wenn wir uns einen Sozialstaat leisten, in dem Bürger bewusst entscheiden, nicht arbeiten zu wollen, wenn immer weniger Kinder von deutschen Müttern geboren werden, dann geht es gar nicht ohne Zuwanderung. Dann würde unser System irgendwann kollabieren.

Im Hotel in München, wo ich gerade hocke und schreibe, saßen gestern beim Einchecken vier Mitarbeiter(innen), eine Deutsche, eine Spanierin und zwei sehr dunkelhäutige Frauen. Alle freundlich, alle sprachen gutes Deutsch und warum denn auch nicht bei Gästen, von denen auch viele keine Bio-Deutschen sind?

Was ich sagen will, wir sollten als Deutschland begreifen, dass wir mit geregelter Zuwanderung viele Probleme lösen können. Und wer unsere Sprache spricht, für seinen Lebensunterhalt arbeitet und unsere Gesetze achtet, ist zumindest mir und der Mehrheit unserer Bevölkerung herzlich willkommen.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.