Starke und erfolgreiche Unternehmen sind die Basis für alles

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg hat gestern ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Mehr als 400 Unternehmer in der Kongresshalle, Buffett mit Linsen-Kokos-Suppe, Schweizer Wurstsalat, Obazda und Laugenbrezel – wunderbar.

Festredner war Ex-Ministerpräsident Volker Bouffier von der CDU, den ich als Oppositionspolitiker immer klasse fand, bis er dann Ministerpräsident einer schwarz-grünen Landesregierung wurde und eine seltsame Metamorphose durchlebte. Ich weiß nicht, wie die Grünen das praktisch machen. Vielleicht haben sie Bücher mit der Geschichte von Menschen gelesen, die behaupten, sie seien von Außerirdischen entführt und umprogrammiert worden, bevor man sie wieder laufen ließ. Oder sie haben einen Chip in den Kopf implantiert bekommen, so wie Bill Gates das ja mit uns allen vorhaben soll.

Jedenfalls werden selbst konservative Knochen wie Bouffier in der Umarmung durch die Ökos zu linkswoken Mitruderern. Warum auch immer. Behalten Sie unbedingt den neugewählten NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst im Auge! Ich habe vorhin einen O-Ton im Radio von ihm gehört und…zack, da wusste ich sofort: Sie haben ihn also auch!

Aber zurück nach Gießen, wo ich schon mehrfach vom umtriebigen und smarten Hauptgeschäftsführer Matthias Leder eingeladen wurde, zu einer seiner Veranstaltungen zu kommen. Und der Mann bietet seinen Mitgliedsunternehmen nicht nur den erwartbaren IHK-Service, sondern auch internationale Kontakte – gestern mit Gästen aus Nigeria und Brasilien – und immer etwas für den Kopf. Und das war gestern Volker Buffier.

Als grün-schwarzen Ministerpräsidenten, immer fest Seit‘ an Seit‘ mit Gottkanzlerin Angela aus der Uckermark konnte ich ihn – ganz ehrlich – immer weniger leiden. Doch gestern hat er es raus- und mich mitgerissen. Politik für ein Land dürfe man niemals ideologiegetrieben machen, sagte er. Und wenn jemand behaupte, er besitze zu einem Thema die absolute Wahrheit, dann sei allerhöchste Warnstufe. Das gehe immer schief. Und den jungen Leuten müsse man sagen, dass es nicht nur hehre Ziele zur Rettung von irgendwas zu beachten gäbe, sondern dass vor allem eine starke und erfolgreiche Wirtschaft die Grundlage für alles andere sei. Und da hat er recht, der Herr Bouffier, und ich zollte ihm am Schluss auch auf der Pressetribüne – macht man eigentlich nicht – ehrlichen Beifall für sein Bekenntnis zur Marktwirtschaft und zum Unternehmertum.

Und so gönnte ich mir noch ein Linsen-Kokos-Süppchen und eine Kugel Buttercookie-Eis in der Waffel und fuhr nach Haus mit der Erkenntnis: Selbst die mit dem grünen Chip hinter dem Ohr oder die Entführten aus dem Ufo kann man wieder zurückholen.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.