Terror auf dem Weihnachtsmarkt: Blumen und Kerzen reichen nicht

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Liebe Leserinnen und Leser,

am 19. Dezember 2016 fand in Berlin der schlimmste weil opferreichste islamistische Terroranschlag in der deutschen Geschichte statt.

Gegen 20 Uhr raste der illegal in Deutschland lebende tunesische „Flüchtling“ Anis Amri mit einem geklauten Sattelzug in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz rund um die berühmte Gedächtniskirche. Er töte 13 Menschen, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Viele derjenigen, die überlebt haben, werde an den gesundheitlichen Folgen bis ans Lebensende leiden. Und die Angehörigen der Opfer werden nie wieder so leben können wie vorher.

Ich weiß noch, wo ich war, wie man immer weiß, wo man war, wenn so etwas passiert.

Bei 9/11 zum Beispiel, jeder weiß noch, wo er oder sie war, als sie davon hörten, dass unsere Welt ab jetzt eine andere sein wird. Meine Frau und ich saßen damals vor dem Fernseher im Wohnzimmer, als unten am Bildschirmrand ein Laufband aufploppte und meldete +++TERRORSCHLAG IN BERLIN++++ Wenn Sie Journalist sind und noch dazu eine aktuelle Online-Tageszeitung verantworten, dann ist im gleichen Moment der Abend vorbei.

Der 19. Dezember 2016 – das ist ein prägendes Datum, es ist der Tag, an dem das totale Versagen unseres Staates, der Politik und der Sicherheitsbehörden, für jeden Einzelnen sichtbar wurde. In den Tagen danach schrieb mir auf Facebook ein Freund, damals Student in Bielefeld, und machte mich darauf aufmerksam, dass sich einer seiner Freunde, Student in Mainz, die Mühe gemacht hatte, aus öffentlich zugänglichen Quellen den Werdegang des Terroristen Anis Amri von seiner Herkunft bis zu seinem Tod durch eine Polizeikugel in Italien nachzuzeichnen.

Wenn Sie jeden Tag zig Mails und Nachrichten bekommen, dann lassen sie sich sowas schicken und legen es erstmal ab. Vier Tage später hatte ich Zeit und dachte, ich hole mir jetzt einen Kaffee und schaue mal in den Text rein. Ich war wirklich elektrisiert, was Felix da zusammengetragen hat.

Lesen Sie diesen Text hier von damals in Ruhe noch einmal durch und erzählen Sie weiter, was drin steht. Jeder, wirklich jeder, muss wissen, wie so ein Mann nach Deutschland kommen konnte, sich radikalisieren und töten konnte unter den Augen der Sicherheitsbehörden!

Und unsere Politiker müssen begreifen, dass es nicht ausreicht, Blumen niederzulegen und Kerzen anzuzünden. Die Flüchtlingspolitik in Deutschland muss massiv restriktiver werden.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.