PARIS/PRAG – Überraschende Wende in der europäischen Verteidigungspolitik: Nur einen Monat nach seinem Amtsantritt rückt der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš von seinem zentralen Wahlversprechen ab und setzt die internationale Initiative zur Beschaffung von Artilleriemunition für die Ukraine fort. Dies gab Babiš nach einem Krisentreffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ am Dienstag in Paris bekannt.
Zuvor hatten enge Verbündete, allen voran Deutschland unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), aber auch die Niederlande und Dänemark, erheblichen politischen Druck auf Prag ausgeübt. Ein Ausstieg Tschechiens hätte die logistische Kette für zehntausende Granaten pro Monat gefährdet.
Allerding musste Babiš für seine Wähler etwas nach Hause mitbringen: Tschechien fungiert künftig ausschließlich als logistischer Koordinator. „Es wird kein Geld der tschechischen Bürger mehr dafür ausgegeben“, stellte er via X klar.
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- Andrej Babiš: wikipedia
