Unsere Polizei beklagt die Ausbildungsfähigkeit der Bewerber: Warum ist das so?

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von KLAUS KELLE

Schon vor vielen Jahren erzählte mir ein guter Freund, der als Berufssoldat bei der Bundeswehr Rekruten ausbildete, dass die „Jahrgänge immer schlechter“ würden. Keine Einstellung zum Beruf, kein Ehrgeiz, unsportlich und so weiter. Früher war alles besser, schoss mir spontan die alte Floskel meiner Eltern durch den Kopf. Und ich schüttelte spöttisch den Kopf über das Vorurteil über „die Jugend von heute“

Heute lese ich in der „Welt“, dass immer mehr Polizeianwärter in Nordrhein-Westfalen an schlechten Deutschkenntnissen scheitern. Versagten beim Schreibtest 2013 noch 5,7 Prozent der Bewerber, so waren es im vergangenen Jahr bereits 10,4 Prozent. Hinzu kommt, dass jeder Fünfte – genau 20,5 Prozent – am Gesundheitscheck passen musste.

Was ist los mit unseren jungen Leuten? Macht unser Bildungssystem es ihnen zu leicht? Sind wir eine Gesellschaft, in der „chillen“ grundsätzlich mehr zählt als Leistungsbereitschaft, Disziplin, Ehrgeiz?

 

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.