«Warum, warum, warum?» Darum, Herr Mokono!

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Liebe Leserinnen und Leser,

vermutlich sagt Ihnen der Name Bilal Mokono nichts. Mokono wurde bei der in Europa beispiellosen Anschlagserie in Paris am 13. November 2015 ein Opfer der Jünger Allahs. Unvorbereitet die ganze Gesellschaft, so wie Deutschland unvorbereitet war und ist bis heute. Der 1,95 Meter große und 140 Kilo schwere Bilal sagt: «Warum, warum, warum? Was haben wir übersehen, dass die Dinge so aus dem Ruder laufen?»

Die Antwort kann ich geben. Es ist der unbedingte Wille der Mehrheit in unseren verwöhnten westlichen Gesellschaften, irgendwie zu den Guten zu gehören, komme, was da wolle. Frau Bundeskanzlerin öffnete 2015 die Grenzen, manche formulieren die Schleusen, für Millionen junge Männer aus dem islamischen Kulturkreis nach Deutschland und Europa. Sie wissen, dass ich seit Jahren in unzähligen Artikeln die Ansicht vertrete, dass die Frau aus der Uckermark dafür und für die direkten Folgen an Menschenleben und Kosten vor ein Gericht gestellt und dann in eine Zelle eingesperrt gehört. Aber wer bin ich schon?

In den freien Staaten Europas leben Tausende tickende Zeitbomben. Sie kommen aus dem Irak und aus Syrien, aus Afghanistan und aus Nordafrika, um an unserem Wohlstand teilzuhaben, ohne etwas selbst dafür zu leisten. Wohlgemerkt: Ich meine nicht DIE FLÜCHTLINGE oder DIE MUSLIME. Ich meine die, die wir hier aufgenommen haben, denen wir ein sicheres Leben und eine Perspektive für ihr zuvor klägliches Leben anbieten, und die uns und unsere Art zu leben abgrundtief hassen.

Nochmal: Ich qualifiziere nicht die Muslime ab, die zu uns gekommen sind. Ein paar Hunderttausend haben verstanden, welche unglaublche Chance sich ihnen bietet. Sie haben unsere Sprache erlernt, sie arbeiten, sind sozialversichert und froh, dass sie bei uns und mit uns leben dürfen. Herzlich willkommen!

Das Problem sind die anderen, die arbeiten könnten, aber keinen Bock haben. Die unsere Gesetze missachten, mit Messern Leute verletzen oder umbringen, andere kriminelle Dinge tun und Frauen wie Dreck behandeln, als sexuelle Wegwerfware. Und unsere Gesellschaft schaut zu, so wie die französischen Wohlstandsgesellschaft zugeschaut hat und zuschaut. Dort wegen Kolonialismus und Algerien, hier wegen Hitler und Holocaust. Wir sind so unglaublich tolerant, wir schieben sogar rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber – mehr als 250.000 derzeit – nicht ab.

Die deutschen Sicherheitsbehörden sagen, sie haben ungefähr 500 islamistische Gefährder im Blick. Sie wissen,wer sie sind. Sie wissen, wo sie wohnen. Manchmal wissen sie sogar, was die vorhaben, aber sie trauen sich nicht, diese Leute konsequent rauszuwerfen und nicht wieder ins Land zu lassen, im besten Fall nicht wieder nach Europa. Die europäischen Polizeien könnten das, aber sie haben keinen Rückhalt aus der Politik. Weil wir ja so gut sein wollen und so tolerant gegenüber unseren erbittertsten Feinden.

„Racial Profiling“? Das ist das Schlimmst, oder? Wenn in der Silvesternacht 2015 1500 Nordafrikaner und Syrer in Horden über Frauen herfallen, sie begrapschen, beklauen und sexuell nötigen –  hey, kulturelle Eigenart, oder? Warum soll man dann im nächsten Jahr  dunkelhäutige Männer kontrollieren? Voll Rassismus, oder?

So lange unser Staat nicht konsequent daran arbeitet, unsere Feinde hier rauszuwerfen oder – bei Verbrechen – sie einzusperren, in ein Gefängnis und nicht in eine Klinik, wird das nie aufhören. Jeder kann es sehen, jeder weißt es, aber niemand ist bereit, konseuent zum Schutz der eigenen Bevölkerung zu handeln. Und das ist das Problem, Herr Mokono. In Frankreich ebenso wie in Deutschland.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.