Wir haben alle einen an der Klatsche – Sie auch, egal ob Mann oder Frau

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Liebe Leserinnen und Leser,

wir leben in verrückten Zeiten, oder? Ich meine, wir, die Deutschen, die Europoäer, die bedrohten Ukrainer besonders, aber auch die ganze Welt haben Sorgen ohne Ende. Der Krieg, davor Corona und die Einschränkungen unseres Alltags, jetzt die Inflation, die explodierenden Preise. Und was machen wir? Wir posten Selfies von uns vor irgendwelchen Sehenswürdigkeiten oder…unser Essen…

„Food Porn“, so nennt man im Internet und den sozialen Netzwerken das obszöne Zurschaustellen von Nahrungsmitteln, bevor wir diese verzehren. Und natürlich lehne ich das grundsätzlich ab…bevor ich es dann selbst mache. Wenn ich irgendwo sitze und einen saftigen Burger vor mir habe, schnell ein Shot und ab in die Familiengruppe. Unsere Kinder werden sofort neidisch und antworten fotografisch mit Unmengen von Smileys oder bunten und ungesunden Süßigkeiten aus den USA. Papa hat einen „Big Cahuna Burger“, wie fies.

Nein, ganz ehrlich, und deshalb erzähle ich Ihnen das zum Start in den Tag, ich sitze hier irgendwo in Österreich und fotografiere meinen phänomenalen Kaiserschmarrn, um das Foto einem guten Freund zu schicken, der in Belgien oder Luxemburg mit einem gemeinsamen Bekannten sitzt. Und der fotografiert seinen Espresso und den Digestif, schickt mir das Bild, was ich mit meinem dritten Espresso-Foto beantworte. Wir haben doch alle einen an der Klatsche, oder? Und bevor Sie nicken, geben Sie zu: Sie machen solchen Schwachsinn auch.

Und damit kommen wir zu Thomas Gottschalk, uns Thommy, dem Unverwüstlichen von „Wetten dass..?“ mit der Retro-Frisur des Jahrhunderts. Ach was rede ich, des Jahrtausends.

Alle Medien berichten, manche machen sogar den Titel damit auf, dass er – praise the Lord! – beim Friseur war und sich die Haare hat schneiden lassen. Eine gute Entscheidung, nur – mit 72 Jahren – ein halbes Jahrhundert zu spät. „Das neue Styling habe ich Karina zu verdanken“, bekannte Gottschalk der BILD, und klar, welcher Mann entscheidet über Frisur, Hemden und Schuhe, ohne vorher die Dame des Herzens zu konsultieren? Diese Selbstverständlichkeiten sind es, an denen die Gender-Spinner letztlich scheitern werden.

In Genesis 1,27 der Heiligen Schrift lässt uns Gott selbst wissen: „Als Mann und Frau schuf er sie“, diese Spezies Mensch. Mann und Frau. Mann und Frau. Was um alles in der Welt ist daran nicht zu verstehen? Natürlich fragt jeder seine Frau, Geliebte, Gefährtin, bevor er beim Friseur etwa tut, was er hinterher bereuen wird. Und wer steht am Grill, wenn die Kohle heiß ist? Wer entscheidet über den Kauf des nächsten Familienautos? Sehen Sie. So hat alles seine natürliche Ordnung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

 

 

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.