GIEßEN – Die AfD hat heute in Gießen ihre neue Jugendorganisation gegründet, die die frühere Junge Alternative (JA) ablöst und nun „Generation Deutschland“ (GD) heißt. Die JA hatte sich im Frühjahr aufgelöst. Damals war sie nur ein eigenständiger Verein mit losen Verbindungen an die Mutterpartei. Immer wieder kam es zu rechtsextremistischen Vorkommnissen, die dazu führten, dass der Verfassungsschutz die AfD-Jugend ins Visier nahm. Das hätte im Falle eines Parteiverbotsverfahrens gegen die AfD ein unangenehmer Faktor werden können.
Die AfD zog die Notbremse
Mitglied der neuen AfD-Jugendorganisation kann nur noch sein, wer auch AfD-Mitglied ist. Verstöße gegen Regeln oder Fehlverhalten können somit direkt geahndet werden, bis hin zum Parteiausschluss. Die Organisation soll allen AfD-Mitgliedern unter 36 Jahren offenstehen.
AfD-Chefin Weidel nannte die Generation Deutschland „eine Kaderschmiede für die Regierungsverantwortung“ mit Blick auf die kommendes Jahr anstehenden Landtagswahlen im nächsten Jahr in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Möglich, dass in beiden Ländern die AfD danach die Landesregierung bilden könnte.
Rund um die Gründungsveranstaltung sorgten Tausende linke Demonstranten mit Sitzblockaden und Flaschenwürfen dafür, dass die bundesweit zahlreich angereisten Medienvertreter etwas zu berichten hatten. Eine bessere Werbung für die AfD-Jugend hätte keine Werbeagentur organisieren können.
Seit dem frühen Morgen kam es rund um das Tagungsgelände in der Messe Gießen zu Protesten und Rumschreierei. Das Treffen startete dann auch mit gut zweistündiger Verspätung, weil viele der rund 1000 Teilnehmer durch blockierte Straßen nicht rechtzeitig ankamen. Das traf auch die AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla.
Bis zum frühen Nachmittag meldete die Polizei 15 leichtverletzte Beamte.
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- Wasserwerfer_Gießen_AfD-Jugend: thegermanz
