WARSCHAU – NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich hat ein neues Konzept zur Abwehr eines möglichen russischen Angriffs auf Mitgliedsstaaten des Bündnisses vorgestellt. Seine als „Theory of Victory“ (Konzept für den Sieg) bezeichneten Überlegungen sehen vor, einen Angreifer in drei Schritten militärisch zu besiegen.
Demnach sollen die eigenen Streitkräfte zunächst den Angriff stoppen („Block“). Falls der Gegner weiterkämpft, würde dann die Wucht seines Angriffs gebrochen und jedes weitere Vorrücken verhindert („Blunt“). Reicht auch das nicht aus, sollen die gegnerischen Truppen und das gesamte militärische System, das sie unterstützt und führt, zerschlagen werden („Break“).
Nach den Vorstellungen des Oberbefehlshabers soll die Abwehr schon vor dem ersten Schuss beginnen. Nachrichtendienste, Aufklärungssysteme und deren Auswertung sollen drohende Angriffe früh erkennen und dem Bündnis Zeit für eine Reaktion geben. Die an der Front stationierten Bodentruppen sollen dann einen ersten Vorstoß aufhalten. Luftwaffe und Marine sollen mit Unterstützung aus dem Weltraum und dem Cyberraum möglichst schnell die Kontrolle in der Luft und auf See sichern.
Bei anhaltenden Angriffen sollen Sensoren, autonome Waffensysteme und abgestimmte Einsätze verschiedener militärischer Bereiche verhindern, dass der Gegner die Initiative zurückgewinnt. Für diesen Zweck will Grynkewich Nachschubwege unterbrechen, Führungssysteme ausschalten und angreifende Verbände kampfunfähig machen, so General Alexus Grynkewich auf der Sicherheitskonferenz in Warschau.
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