ROM/MOSKAU – Der erst vor drei Tagen in der Gemelli-Klinik wegen Lungenkrebs operierte Papst Leo XIV hat vom Krankenhaus aus den russischen Präsidenten Wladimir Putin angerufen. Er bat Putin um eine Waffenruhe in der umkämpften ukrainischen Stadt Oleschky, „um die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen“, so der Vatikan.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche habe in dem Gespräch seine „tiefe Besorgnis“ über die humanitäre Lage in der von Russland abgeriegelten Kleinstadt in der Region Cherson zum Ausdruck gebracht, in der noch rund 2000 Menschen ausharren.
Putin wünschte dem Papst nach dessen OP eine rasche Genesung und dankte dem Vatikan für die Bereitschaft, im Ukraine-Krieg zu vermitteln und humanitäre Fragen zu lösen. Die Verantwortung für die Lage in Oleschky schob der Kremlchef – was sonst? – der Ukraine zu. Er unterstütze aber die Bemühungen des Vatikans, die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung dort zu gewährleisten, so der Kreml.
Bildquelle:
- Papst Leo XIV: vatican media
