Ausbildungsplatz gesucht? Hier gibt’s Gummibärchen und Coca Cola…für Deutschland

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im deutschen Sicherheitsapparat hat stark angezogen. War die Bundeswehr lange Jahre als überflüssige Operettenarmee in Verruf geraten, gab es nach Aussetzung der Wehrpflicht kaum noch qualifizierte Bewerber für eine Berufslaufbahn mit Perspektive. Wenn sie – wie einst – 440.000 Soldaten, zum großen Teil Wehrpflichtige, haben, dann finden Sie immer die geeigneten jungen Männer für eine Karriere als Zeit- oder als Berufssoldat, um die Sollstärke zu besetzen.

Aber ohne Wehrpflicht und dann auch noch mit der Aussicht, in irgendein Shithole auf der Welt in den Einsatz geschickt zu werden, da waren zuletzt die Freiwilligen rar gesät.

Schon lange ist der Bundeswehr klar, dass die talentierten jungen Leute nicht von selbst in Scharen in die Bw-Servicecenter strömen. Die Bundeswehr ist präsent im öffentlichen Leben, die Beratungsstellen sind modern und der Zeit angepasst. Und es gibt richtig gute Jobs, die bestens bezahlt werden. Und studieren können die Offiziersanwärter alles inzwischen.

Auf Spotify und in diversen Radioprogrammen laufen derzeit Werbespots, top produziert, für einen Job beim Bundesamt für Verfassungsschutz. „Beim Bundesamt für Verfassungsschutz erwarten Sie vielen Einsatzmöglichkeiten…“ läuft jetzt gerade in dieser Sekunde in meinem Kopfhörer, während ich das hier schreibe. Irre…

Von meinen fünf Kindern arbeitet einer in der Wirtschaft und zwei arbeiten in Sicherheitsbehörden – alle haben gute Jobs, alle vernünftig bezahlt. Die beiden bei der Sicherheit sind noch in Ausbildung und Studium. Und sie sind stolz, dass sie diesen Ausweis haben und die Urkunde mit dem Bundesadler drauf und eine Schusswaffe tragen dürfen. Die beiden „Kleinen“  sind noch in der Schule.

Einen Job antreten und gleichzeitig etwas für unser Land tun? Also ich finde es gut, wenn junge Männer und Frauen bei Polizei, BKA, den drei Nachrichtendiensten oder unseren Streitkräften arbeiten und unserer Bevölkerung dienen wollen.

Die Folgen der merkelschen Massenzuwanderung mit Zehntausenden Straftaten jedes Jahr von einem Teil unserer „Gäste“, die Sie und ich nicht eingeladen haben, haben vielen Bürgern die Augen geöffnet, dass Innere Sicherheit ein hohes Gut ist, dass es zu verteidigen und mit den Mitteln des Rechtsstaates zu bekämpfen gilt. Und Wladimir Putin zeigt der ganzen Welt, dass Armeen kein Relikt früherer Zeiten sind, sondern überlebenswichtig sein  können, so lange es solche empathielose Psychopathen an den Schalthebeln der Macht gibt. Und wenn Sie sich die Metarmorphose von Grünen wie Baerbock, Habeck und Hofreiter anschauen….atemberaubend, wie die einstigen Kasernen-Blockierer jetzt die Augen weit geöffnet haben, was da draußen los ist…

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, ist in meinen Augen ein Apparatschik, ein politischer Beamter, CDU-Mitglied. Nach der schmählichen von ganz Oben politisch betriebenen Trennung von seinem Vorgänger Hans-Georg Maaßen sollte Haldenwang einfach nur nicht widersprechen und funktionieren. Maaßen, ein Behördenchef in bester preußischer Tradition, nahm sich die Freiheit heraus, nach Chemnitz der Bundeskanzlerin öffentlich zu widersprechen, weil die Fakten ein anderes Bild ergaben, als das von Gottkanzlerin gewünschte Ergebnis. Solche Behördenchefs braucht unser Land. Aber die Welt ist nicht immer gerecht.

Haldenwang machte also brav den gewünschten „Kampf gegen Rechts“, für den es natürlich auch gute Gründe gibt, wenn sie an Mordanschläge von Reichsbürgern auf Polizeibeamte denken, oder die Irren vom NSU oder den Mörder, der den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke umgebracht hat. Natürlich sind diese fanatischen Gewalttäter keine netten Idealisten, und natürlich muss dieser Sumpf trockengelegt werden. Aber es gibt da auch noch die anderen, Linksterroristen der sogenannten Antifa, islamistische Terroristen und Judenhasser in unserem Staat. Der Inlandsgeheimdienst muss das im Auge haben und natürlich ebenso die Bedrohungen von außen.

Und da hat Haldenwang vorgestern etwas Gutes gesagt. «Langfristig gesehen könnte sich China auch zum Gegner Nummer eins entwickeln.» Und der Meinung bin ich persönlich auch. Wer China nur als Absatzmarkt für deutsche Autos betrachtet, der wird eines Tages in einer ganz anderen Welt aufwachen. Und das wird nicht schön.

Haldenwang wirbt um junge Nerds, etwas für ihr Land zu tun. Junge Leute, die schon mit 16 Jahren einige Fähigkeiten haben, die unser Land dringend braucht. Und der Geheimdienstchef sucht dafür keine Karrierebeamten, die sich den Arsch breitsitzen am Schreibtisch und auf die üppige Altersversorgung und Zulagen freuen. Er sucht – wörtlich – Menschen, die «kauen Gummibärchen ohne Ende und trinken literweise Cola». Oder Red Bull. Diese «Nerds» arbeiteten nicht unbedingt zu den normalen Büro-Arbeitszeiten. Und: Es gehe auch darum, junge Menschen zu finden, die unsere Demokratie verteidigen und sich „messen mit russischen oder chinesischen Hackern“.

Das sind Sätze, die ich von einem deutschen Behördenchef seit Jahrzehnten nicht mehr gehört habe.Vergleichbar eigentlich nur der herausragende Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), der 2004 in einem „Spiegel“-Interview an islamistische Terroristen gerichtet sagte: „Wenn ihr den Tod so liebt, dann könnt ihr ihn haben.“

Ich habe die Hoffnung, dass dieses Land endlich aus seiner blauäugigen Naivität erwacht und zu einem selbstbewussten und wehrhaften Staat wird, wie das viele andere Staaten auf der Welt ganz selbstverständlich sind.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.