Bluttat in Marburger Arztpraxis: Zwei Tote

Rettungskräfte betreuen unter Schock stehende Augenzeugen. Foto: Boris Roessler
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Marburg – Bei der Bluttat in Marburg hat ein Mediziner nach Darstellung der Staatsanwaltschaft erst den anderen Arzt erschossen und sich dann das Leben genommen. Bei den beiden Toten handelt es sich um zwei Ärzte im Alter von 53 und 67 Jahren, wie Staatsanwalt Christian Hartwig sagte.

Eine mutmaßliche Tatwaffe sei sichergestellt worden. Die Schüsse fielen in einer Praxis für Radiologie nahe dem Marburger Hauptbahnhof. «Einen Anhaltspunkt für einen externen Täter gibt es nicht», erklärte Hartwig. Er schloss eine politisch motivierte Tat oder einen Amoklauf nach den bisherigen Erkenntnissen aus. Während der Schüsse hielt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Personal in der Praxis auf.

Die Praxis liegt in einem Geschäfts- und Ärztehaus in der Nähe des Bahnhofvorplatzes. Dort hatten Zeugen gegen 12.50 Uhr mehrere Schüsse in einem Gebäude gehört, wie die Polizei Marburg und die Staatsanwaltschaft berichteten. Der Hauptbahnhof samt Vorplatz wurde daraufhin großräumig abgesperrt. Ein Polizeisprecher hatte zunächst von einer «Bedrohungslage» berichtet.

Bildquelle:

  • Rettungskräfte: dpa
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