Deutsche Diplomaten einmal undiplomatisch

Protest gegen die Invasion der Ukraine vor der russischen Botschaft in Südafrikas Hauptstadt Pretoria. Foto: Themba Hadebe/AP/dpa
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PRETORIA – Eine ungewöhnliche Reaktion der deutschen Botschaft in Südafrika auf einen Tweet der dortigen diplomatischen Vertretung Russlands hat in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt.

Die russische Botschaft hatte sich im Kurznachrichtendienst Twitter für «zahlreiche Solidaritätsschreiben von Südafrikanern – sowohl Einzelpersonen wie Organisationen» bedankt und geschrieben: «Wir schätzen Ihre Unterstützung und sind froh, dass Sie heute an unserer Seite stehen, da Russland – wie vor 80 Jahren – den Nazismus in der Ukraine bekämpft.»

Die Deutsche Botschaft in der Hauptstadt Pretoria reagierte darauf mit dem Hinweis:

«Sorry, aber da können wir nicht still bleiben, das ist einfach zu zynisch.»

Russland schlachte in der Ukraine aus Eigennutz Männer, Frauen und Kinder ab, das sei definitiv keine Nazi-Bekämpfung. «Schande auf jeden, der drauf reinfällt», heißt es in der Reaktion, die mit dem Nebensatz in Klammern endet: («Leider sind wir eine Art Experten, wenn es um Nazismus geht).

Bildquelle:

  • Russische Botschaft: dpa
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