Die netten Taliban und Frauenförderung in der Höhle

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Liebe Leserinnen und Leser,

das Morgenmagazin der Staatssendeanstalten ARD und ZDF, kurz „Moma“, zeichnet heute Morgen einen Silberstreifen am Horizont. Das wichtigste Thema nach 20 Jahren Krieg am Hindukusch, nach Toten, Traumatisierten, Verletzten, politischem Versagen und Evakuierung ist nun: Werden die Taliban in Zukunft Frauenförderung betreiben? Bekommt Mazar-i-Sharif endlich Gender-Toiletten, und werden die neuen Machthaber beim Steinigen, Hände abhacken und Aufhängen zukünftig Pakol-Mützen in den Regenbogenfarben der Gay-Community tragen? Alles so Fragen, die nur in Deutschland denkbar sind.

Die Themen und die Berichterstattung unserer Staatsverblödungsanstalten werfen ein Schlaglicht darauf, dass diese Gesellschaft nichts begriffen hat, dass die Naivität gepflegt wird, und das man weiter die Augen davor verschließt, was der Steinzeit-Islam ist und was der Gesellschaft in Afghanistan, sofern sie in diesen Tagen nicht da rauskommen, drohen wird. Frauenförderung? Professorinnen? Vielleicht weibliche Mitglieder in der Regierung? Es ist lächerlich. Der Islam weist den Frauen eine klare und untergeordnete Rolle zu. Und in Afghanistan ist nicht einfach Islam, es ist das menschenverachtendste und frauenfeindlichste islamische System auf dem Erdball. Diese Diskussionen, diese Dummberieselung der Staatssender, finanziert durch unsere Zwangsgebühren, ist nicht mehr zu ertragen.

Mädchen und Frauen haben sich dem Mann unterzuordnen, haben Kinder zu bekommen und großzuziehen und den Mund zu halten. Wenn sie das Haus verlassen wollen, dann dürfen sie das nur in Begleitung eines männlichen Angehörigen, der auf sie aufpasst. Und diese Lowperformer im Moma-Studio reden allen Ernstes darüber, ob die Taliban nicht irgendwie auch nett sind und, dass ohne Frauen zukünftig am Hindukusch nicht mehr laufen könne. Man hat das Gefühl, die stehen alle unter Drogen.

Übrigens: Gesten habe ich eine Aufstellung der Zahlungen aus Ihren Steuergeldern für Afghanistan gesehen. Zwei Millionen Euro stehen da für Gender Mainstreaming. Aber immer noch besser als die Waffen im Wert von 40 Milliarden Euro, die den netten Taliban in die Hände gefallen sind.

Der erste Schritt, etwas zu verändern, muss eine nüchterne Analyse der Realität sein. Deutschland – Regierung und Medien – sind weit davon entfernt!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Kelle

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Über den Autor

Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.