Explosion in Hamburger Männerwohnheim

Die Fassade des Männerwohnheims hat sich durch die Druckwelle verformt. Foto: Jonas Walzberg/dpa
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HAMBURG- Bei einer Explosion in einem Wohnheim für Bedürftige in Hamburg-Stellingen ist ein Mann lebensgefährlich verletzt worden. Der Unfall am Donnerstagabend ereignete sich im ersten Stock des fünfgeschossigen Gebäudes, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. «Im Inneren sind deutliche Spuren einer massiven Explosion erkennbar», sagte der Einsatzleiter. Auf den Gängen lägen Trümmerberge.

Auch die Fassade habe sich durch die Druckwelle verformt und nach außen gedrückt, hieß es weiter. Etliche Fenster seien zersprungen. Durch die Explosion sei ein Feuer entstanden. Wie es zur Explosion kam, war in der Nacht zum Freitag noch völlig unklar.

Der Schwerverletzte erlitt Brandverletzungen und wurde in eine Spezialklinik gebracht. Sieben weitere Männer kamen mit einer leichten Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. 80 weitere Menschen seien evakuiert und zunächst in Bussen untergebracht worden. Es werde geprüft, ob dies der Zahl der gemeldeten Bewohner entspreche, sagte der Einsatzleiter.

Einem Polizeisprecher zufolge handelt es sich bei dem Gebäude um eine Unterkunft für männliche Wohnungslose und Flüchtlinge. Ob und wann das Gebäude wieder sicher betreten werden kann, wurde in der Nacht noch untersucht.

Bildquelle:

  • Hamburger Männerwohnheim: dpa
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