FC Bayern im Schongang an der Weser zum 3:1-Sieg

Robert Lewandowski (l) schoss sein insgesamt 268. Bundesliga-Tor. Foto: Carmen Jaspersen/dpa-Pool/dpa
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von LARS REINEFELD

Die Zeiten, in denen sich Werder Bremen und Bayern München in der Bundesliga auf Augenhöhe begegneten, sind viele Jahre her. Inzwischen ist der einstige Rivale aus Norddeutschland längst einer der absoluten Lieblingsgegner der Bayern.

Das nie gefährdete 3:1 (2:0) am Samstag war bereits das 25. ungeschlagene Spiel der Münchner gegen die Bremer in Serie. Im heimischen Weserstadion wartet Werder bereits seit fast 15 Jahren auf einen Heimsieg.

Auch dieses Mal waren die Bremer von einem Dreier im eigenen Stadion meilenweit entfernt. Im Schongang feierten die Bayern ihren 18. Sieg in dieser Saison und erhöhten damit den Druck auf Verfolger RB Leipzig. Die Sachsen treffen am Sonntag auf Eintracht Frankfurt und gehen nun mit einem Fünf-Punkte-Rückstand auf die Bayern in das Spitzenspiel. Leon Goretzka (22. Minute), Serge Gnabry (35.) und Robert Lewandowski (67.) erzielten die Treffer für die mindestens eine Klasse besseren Münchner. Niclas Füllkrug traf für Werder (86.).

Von Beginn an hatten die Bayern alles im Griff. Zwar zeigten die Bremer in der Anfangsphase einige gefällige Ballstafetten und kamen durch Ludwig Augustinsson auch zum ersten Torabschluss. Insgesamt waren die Grün-Weißen offensiv aber viel zu harmlos, um den Serienmeister in Gefahr zu bringen. So verbrachte die neuformierte Bayern-Abwehr, in der Benjamin Pavard und Lucas Hernandez für Niklas Süle und den mit muskulären Problemen fehlenden David Alaba spielten, einen geruhsamen Nachmittag.

Die Gäste legten sich die Bremer gut 20 Minuten lang zurecht und schlugen dann eiskalt zu. Nach einer Ecke von Joshua Kimmich, der sein 250. Pflichtspiel im Bayern-Trikot absolvierte, verlängerte Thomas Müller völlig unbedrängt auf Goretzka, der ebenso freistehend einköpfen konnte. Für Müller war es bereits die zwölfte Torvorlage in dieser Saison – Ligabestwert.

Der eventuell Bald-Wieder-Nationalspieler war auch am zweiten Treffer der Bayern beteiligt. Wie eigentlich immer, wenn Müller gegen Bremen spielt. Auf fast schon artistische Art und Weise bediente Müller den mitgelaufenen Gnabry, der nur noch einzuschieben brauchte. Von Werder war nach der durchaus schwungvollen Anfangsphase dagegen nichts mehr zu sehen. Ohne Mut ließen sich die Hausherren zurückdrängen und machten es den Bayern damit viel zu einfach.

Das änderte sich auch nach der Pause nicht. Wie in einem Testspiel konnten die Bayern den Ball durch die eigenen Reihen laufen lassen und Kräfte für die nun anstehenden entscheidenden Wochen in Bundesliga und Champions League sparen. Eigentlich ging es im zweiten Durchgang nur noch darum, Toptorjäger Lewandowski einen Treffer zu ermöglichen. Drei Mal scheiterte der Pole (54., 58., 66.), dann war er zur Stelle und erhöhte auf 3:0. Für Lewandowski war es das 268. Bundesliga-Tor, womit er mit Klaus Fischer gleichzog. Für Werder gelang dem eingewechselten Füllkrug nur noch der Ehrentreffer.

Bildquelle:

  • Werder Bremen – Bayern München: dpa
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