Kleinster Etat, großes Kämpferherz: Arminia Bielefeld bleibt in der Bundesliga

Arminia Bielefeld hat mit dem Auswärtserfolg beim VfB Stuttgart den direkten Klassenerhalt am letzten Spieltag klar gemacht. Foto: Tom Weller/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen.
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von CHRISTOPH LOTHER

STUTTGART – Arminia Bielefeld spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga. Die Ostwestfalen gewannen am letzten Spieltag mit 2:0 (0:0) beim VfB Stuttgart und verteidigten so den rettenden 15. Tabellenplatz.

Fabian Klos per Foulelfmeter in der 66. und Ritsu Doan in der 72. Minute erzielten die Tore für die Arminia, die bei ihrem Kampf gegen den drohenden achten Abstieg aus dem Oberhaus dadurch auch nicht mehr auf die Ergebnisse der Verfolger Werder Bremen und 1. FC Köln angewiesen war. Mitaufsteiger VfB, der den Ligaverbleib längst sicher hatte, verpasste zwar den Europapokal, darf mit seinem Comeback in der Bundesliga aber hochzufrieden sein.

Der direkte Klassenverbleib ist ein großer Erfolg für die Bielefelder, die mit einem vergleichsweise kleinen Etat als Außenseiter in die Saison gestartet waren. Offensiv präsentierte sich das Team zwar über die ganze Spielzeit hinweg recht harmlos und erzielte mit 26 so wenige Tore wie nie zuvor in der Bundesliga. Defensiv wirkte es im Rahmen seiner Möglichkeiten aber stabil. Die Trennung von Trainer Uwe Neuhaus Anfang März kam bei vielen Fans nicht gut an. Unter dessen Nachfolger Frank Kramer zeigte der Club aber überwiegend ordentliche Leistungen. Von den letzten acht Spielen verlor er nur noch eines.

Die Partie in Stuttgart begann durchaus munter. Ex-Bielefelder Roberto Massimo hatte schon früh zwei gute Chancen, schoss aber erst freistehend über das Tor (9.) und wurde dann im letzten Moment noch entscheidend beim Abschluss gestört (15.). Die Gäste indes hatten Pech als Atakan Karazor einen schönen Schuss des Japaners Doan von der Strafraumgrenze noch an den linken Pfosten abfälschte (11.).

In der Folge übernahm der VfB zunehmend die Kontrolle, die Arminia hingegen wagte sich kaum noch nach vorne. Die Führung der Schwaben durch Sasa Kalajdzic (34.) wäre verdient gewesen. Sein Tor zählte wegen einer Abseitsstellung von Vorlagengeber Massimo aber nicht.

In der zweiten Halbzeit vergingen 20 Minuten ohne echte Torchance, ehe der eingewechselte Naouirou Ahamada Bielefelds Masaya Okugawa im Sechzehner von den Beinen holte und den Gästen damit den Weg zur Rettung ebnete. Stürmer Klos setzte den fälligen Elfmeter sicher ins linke Eck. Zwei Minuten später hätte der VfB durch einen Kopfball von Waldemar Anton nach einer Ecke fast ausgeglichen.

Stattdessen traf erneut Bielefeld. Nach Vorarbeit von Arne Maier zog der quirlige Doan gekonnt von rechts in die Mitte, ließ Gegenspieler Pascal Stenzel stehen und schob den Ball an VfB-Keeper Gregor Kobel vorbei ins Tor. Von den Stuttgartern kam daraufhin nicht mehr viel. Klos hätte per Kopf sogar noch erhöhen können, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Kobel (81.).

Bildquelle:

  • VfB Stuttgart – Arminia Bielefeld: dpa
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