Prof. Dr. Rupert Scholz: Wir müssen unsere deutsche Identität schützen

Prof. Dr. Rupert Scholz sprach am Wochenende in Erlangen zum Jahrestreffen der bürgerlich-konservativen "Schwarmintelligenz".
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ERLANGEN – Der Staatsrechtler und frühere Bundesverteidigungsminister Prof. Dr. Rupert Scholz (CDU) hat bei der Deutschland-Rede anlässlich des bundesweiten Netzwerktreffens der Bürgerlich-Konservativen in Erlangen die deutsche identität als wesentlichen Faktor für die Zukunft unserer Gesellschaft benannt. Vor mehreren Hundert Teilnehmern sagte Scholz: „Die Kulturnation muss gepflegt werden!“

Und was er damit konkret meint, das beschrieb Scholz mit konkreten Beispielen, besonders aus dem Bildungsbereich.

30 Prozent der Viertklässker in Deutschland könnten danach heutzutage nicht mehr ausreichend lesen und rechnen. Im Ranking der besten Universitäten auf der Welt komme die erste deutsche Hochschule (München) auf Platz 50.

Dass 30 Prozent der Deutschen in Umfragen Zweifel an der Demokratie hätten, gar 45 Prozent äußerten, dass sie in Deutschland ihre Meinung nicht mehr frei äußern könnten, sei ein ernstes Alarmsignal, so Scholz. Und die Medien, die die Pflicht hätten, derartige Fehlentwicklungen zum großen Thema in der Gesellschaft zu machen, versagten. Eine Befragung der Auszubildenden in den öffentlich-rechtlichen Anstalten hatte jüngst ergeben, dass 57 Prozent der jungen Nachwuchsjournalisten dort Anhänger der Grünen zu seien, weitere 23 Prozent bezeichnen sich darin als „links“ Die CDU kommt in dieser Studie noch auf knapp 5 Prozent.

Ausführlich beschäftigte sich Scholz mit dem Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen. Der habe einen Amtseid geschworen, dem deutschen Volke zu dienen. Doch gleichzeitig ist von ihm die Aussage überliefert, er finde „Vaterlandsiebe zum Kotzen“.

„Deutschland schickt sich an, wieder zum „kranken Mann Europas‘ zu werden mit den höchsten Steuerbelastungen für die Arbeitnehmer, mit dem höchsten Strompreis.“ Und das drohende „Minuswachstum“ werde beispiellose Auswirkungen für und in Deutschland haben.

Scholz appellierte an die Regierung, den deutschen Nationalstaat zu verteidigen, ihn wieder zu einem ernsthaften Projekt zu machen, das vital und seriös die Aufgaben der Zukunft meistern könne.

Die Aussagen des früheren Ministers wurden vom Publikum mit langanhaltendem Stehenden Ovationen gefeiert.

Die Deutschland-Rede ist alljährlich ein fester Bestandteil des Treffen der sogenannten „Schwarmintelligenz“, zu dem der Publizist (und TheGermanZ-Chefredakteur) Klaus Kelle (63) alljährlich einlädt. Bei dem nicht Mainstream-öffentlichen Treffen kommen rund 400 Gleichgesinnte zusammen, darunter zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete verschiedener Parteien.

Bildquelle:

  • Prof_Dr_Rupert_Scholz: alex hein
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