Schwarm 2023: Stehende Ovationen für Markus Krall und seinen Appell an uns alle, sich der Wirklichkeit zu stellen, wie sie ist

Dr. Markus Krall begeisterte die schwarm-Konferenz mit einem philosophischen Beitrag.

von THILO SCHNEIDER

WETZLAR – Die Treffen der „wahren Schwarmintelligenz“ zeichnen sich neben der friedlichen, familiären Atmosphäre vor allem durch die Reden und einzelnen Panels der unterschiedlichsten Akteure aus Politik, Medien, Literatur, Sport und Wissenschaft aus. Neben vielen hochkarätigen Vorträgen stand an diesem Wochenende ein Beitrag im Vordergrund: Markus Krall, Bestsellerautor und Vorsitzender der „Atlas-Initiative“ und sein Thema „Der große Reset zur Freiheit“.

Krall begann mit einer unverschämten Email der Redaktion von Böhmermanns „Casino Royal“ mit geradezu inquisitorischen Fragen im Stile von „Schlagen Sie noch immer Ihre Frau?“ zu seinem Verhältnis und seinen Gesprächen mit Hans-Georg Maaßen. Krall antwortete mit den gleichen inquisitorischen Fragen, beispielsweise, was Jan Böhmermann über die RAF-Tatwaffe in Joschka Fischers mittlerweile verschrotteten Autos wisse oder wann er endlich von einem Ufo entführt werde und welche Experimente dann mit ihm geplant seien. Lacher und Aufmerksamkeit waren Markus Krall sicher – bevor es philosophisch wurde.

„Sapere aude“ – „Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“

Krall hebt zu Beginn seines Vortrages darauf ab, dass jeder Mensch als individuelles Wesen aufgefordert ist, zu denken, sich zu reflektieren und sich und seine Umwelt zu interpretieren und in Zusammenhang zu setzen. „Die Erkenntnis der Welt ist notwendig – sie ist der wahre Motor der Evolution und des Vorwärtsstrebens im Universum. Unser buchstäbliches Überleben hänge davon ab, dass wir kein falsches Bild der Welt haben. Unsere gesellschaftliche Evolution ist die Suche nach dieser Wahrheit.“

Diese Suche ist nicht delegierbar, sagt Krall. Sie ist nicht Sache der Freunde oder der Familie und erst recht nicht Sache von Religion, Organisationen, Autoritäten oder sogar Regierungen. Sie kann nur unmittelbar, selbst und individuell erfolgen. Krall meint, dass wir Menschen uns nicht dieser Wahrheit verweigern können, ohne dass dies Konsequenzen für unser Überleben, ob als Individuum, Gesellschaft oder Staat habe. „Ein Löwe, der Bäume für Gazellen hält, wird verhungern. Er wird auch verhungern, wenn er es der Gazelle gestattet, als Baum angeredet zu werden – weil die sich gerade umdefiniert habe.
Natürlich ist umgekehrt auch die Gazelle fällig, wenn sich der Löwe gerade als Gazelle definiert hat und sie dies akzeptiert.“

Der Mensch ist frei, die Realität zu ignorieren. Ein Mensch ist frei, blind jeden Weg hinab zu stolpern, den er möchte. Aber der Mensch ist nicht frei, den Abgrund zu vermeiden, den zu sehen er sich verweigert, so Krall.

„Sapere aude – Habe den Mut, Dich Deines eignen Verstandes zu bedienen“

Nach Kralls Ansicht verweigert die Gesellschaft heute das Denken. Sie überlässt es dem Staat, für sie zu denken. Die Folge: Die gleichen Menschen, die gestern noch ihre Eltern und Großeltern dafür verachtet haben, dass sie im Gleichschritt marschiert sind, tun dies heute ebenfalls. Nicht mehr mit den Beinen – aber den Gehirnen. Dann zitiert Krall Albert Einstein: „Wer Freude daran hat, im Gleichschritt zu marschieren, der hat sein Hirn aus Versehen bekommen!“

Wie aber ist es dazu gekommen? Krall meint, dass uns die Narrative, denen die Gesellschaft hinterherläuft, übergestülpt wurden. Aus dem anfänglichen Amüsieren oder Ignorieren von Unsinn, der nicht in die eigenen Lebensweise eingriff und der Gleichgültigkeit gegenüber der Verachtung von Verstand und Logik, wurde mit der Zeit schleichend eine Gewöhnung an das Falsche, das Unlogische und an das Schwachsinnige, so Krall.

Krall bezeichnet die heutigen Narrative als „intellektuellen Krebs“, der sich ausgebreitet habe und heute vor der Vollendung einer Dystopie stünde.

„Die Natur dieses Krebses ist die ’satanische Umkehr“‘, so Krall weiter. Diese „satanische Umkehr“ bedeutet die Verdrehung der Wahrheit in ihr Gegenteil, die Behauptung, dass schwarz weiß sei und umgekehrt. Krall hat für die „satanische Umkehr“ folgende Felder ausgemacht:

Das Geld, die Planwirtschaft, die Migration, Corona, das Klima und der Krieg

In allen diesen Themenfeldern geschähe genau das, dass offensichtliche Tatsachen geleugnet und in ihr Gegenteil verkehrt würden.

Zur Erklärung sei hier sein Beispiel anhand des Themas Migration genannt: Unter dem Vorwand und dem Missbrauch des Asylrechts, dass doch als Lehre aus der Tyrannei im Grundgesetz verankert wurde, wird das Land mit Einwanderung in die Sozialsysteme geflutet. Jeder mögliche Anreiz würde gesetzt, um eine maximal mögliche Anzahl von Menschen ins Land zu locken, die weder die Qualifikation, noch den Willen dazu haben, sich als produktive Menschen in Gesellschaft und Wirtschaft einzubringen.

Natürlich bringe dies die Sozialsysteme an den Rand der Leistungsfähigkeit, vor allem zu Lasten derer, die in diese Sozialsysteme eingezahlt haben oder auf diese angewiesen seien.

So würde gleichzeitig der soziale Frieden, der Sozialstaat, das Empfinden der Menschen für echte Toleranz, das Vertrauen in den Staat und die Akzeptanz des Asyls als ein notwendiger Baustein für eine Gesellschaft, die weiß, was echtes Mitgefühl bedeutet, zerstört. Und wer dagegen sei, würde von Menschen als „Nazis“ bezeichnet, die selbst zugeben, dass sie diesen Staat und seine Bevölkerung verachten und hassen. Eine satanische Umkehr. Die nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dass es die Bürger willig hinzunehmen hätten, dass die Bedürfnisse von Fremden über ihren eigenen stehen.

Krall begründete jeden Punkt einzeln mit anschaulichen Beispielen, deren Schilderung hier der Platz nicht genügt. Er schloss seinen Vortrag mit dem Gedicht „Ragnarök“, das Sie unter diesem Link finden: (21) Dr. Markus Krall auf X: „#Ragnarök 1 Die Nacht, sie fällt nun übers Land, Des Irrsinns Geist sich grau erhebt, Der Wahn ist außer Rand und Band, Der feste Boden selbst erbebt. 2 Die Werte werden umgewertet, Sie stehn der Party nur im Weg, Die Worte werden umgewortet, Am Ast auf dem ich sitz, ich säg. 3…“ / X (twitter.com)

Sein Vortrag endete mit stehenden Ovationen des Publikums.

Bildquelle:

  • Markus_Krall_Schwarm2023: dpa

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