Schwere ukrainische Drohnenschläge: Russischer LNG-Frachter im Mittelmeer explodiert, Chemiefabrik brennt

Der ausgebrannte russische Frachter "Arctic Metagaz" im Mittelmeer

KIEW/MOSKAU – Ein im Mittelmeer vermisster russische LNG-Tanker ist offenbar explodiert. Luftaufnahmen zeigen das treibende Wrack der „Arctic Metagaz“ rund 300 Kilometer südöstlich von Malta auf hoher See. Im Rumpf des rund 277 Meter langen und 43 Meter breiten Spezialschiffs klafft eine gewaltige Lücke.

Das unter russischer Flagge fahrende Schiff wurde gestern Morgen von ukrainischen Seedrohnen angegriffen. Dabei geriet der Tanker in Brand. Augenzeugen beobachteten von Bord eines weiteren Frachtschiffs aus einen riesigen Feuerball, der selbst aus großer Entfernung noch am Horizont erkennbar war. Das Wrack ist inzwischen komplett ausgebrannt.

Keine Informationen gibt es bisher über das Schicksal der 30 russischen Seeleute. Rettungsboote oder Schwimmwesten wurden bisher von Suchflugzeugen nicht geortet.

Russland hat inzwischen mitgeteilt, die Seeleute seien in Sicherheit. Das russische Verkehrsministerium warf der Ukraine vor, den russischen LNG-Frachter vor der libyschen Küste angegriffen und versenkt zu haben. Die Attacke sei mit einer von der libyschen Küste gestarteten Marinedrohne erfolgt, hieß es aus Moskau.

Zum Zeitpunkt des Angriffs war der LNG-Tanker nach Angaben der griechischen Wirtschaftszeitung „Naftemporiki“ von Russland aus ins östliche Mittelmeer unterwegs.

Am Vormittag erreichten uns Nachrichten von eine Chemiefabrik im russischen Kirowo-Tschepezk, die von einer ukrainischen Drohne vom Typ Ljutyj getroffen wurde. Nach dem Einschlag brach ein Feuer in dem Komplex aus. gebrochen sein. Die Fabrik befindet sich rund 1200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Was genau dort produziert wird, ist bishr nicht bekannt.

Bildquelle:

  • Russischer Frachter-ausgebrannt: Verteidigungsministerium Griechenland

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