Thüringer CDU verlangt Bericht zur Geldanlage des Freistaats bei Greensill Bank

ARCHIV - Andreas Bühl (CDU) spricht während der Sitzung des Thüringer Landtags. Foto: Michael Reichel/dpa
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Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag verlangt von der Landesregierung einen Bericht zur 50-Millionen-Euro-Geldanlage des Landes bei der insolventen Greensill Bank. «Das Thüringer Finanzministerium droht so viel Geld wie kein anderer öffentlicher Investor im Zusammenhang mit der Pleite des Geldinstitutes zu verlieren», erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Bühl, am Mittwoch in Erfurt. Er forderte einen lückenlosen Bericht durch das Landesfinanzministerium.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hatte für die in Turbulenzen geratene Greensill Bank zu Wochenbeginn einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bremen gestellt. Neben dem Land Thüringen sorgen sich auch die Gemeinde Brotterode-Trusetal (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) und der Landkreis Eichsfeld sowie eine Reihe weiterer Kommunen bundesweit um ihre Geldanlagen. Thüringen hat zwei Anlagen über je 25 Millionen Euro bei der Bank.

Alarmzeichen für eine drohende Schieflage des Geldinstituts habe es Medienberichten zufolge schon seit Sommer 2020 gegeben, so Bühl. Darum müsse Finanzministerin Heike Taubert (SPD) dringend die Frage nach möglichen Sonderkündigungsrechten für die Geldanlagen beantworten, die das Finanzministerium nach den Meldungen über finanzielle Schwierigkeiten hätte ausüben können.

Bildquelle:

  • Andreas Bühl: dpa
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