Warnstreiks der IG Metall bei Volkswagen in Zwickau

ARCHIV - VW-Logo vor dem Werksgelände in Zwickau. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
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In Zwickau haben zahlreiche Mitarbeiter von Volkswagen und dem Zulieferer Radsystem Mosel die Arbeit vor Schichtende niedergelegt. Dazu hatte am Mittwoch die IG Metall im Tarifstreit mit der sächsischen Metall- und Elektroindustrie aufgerufen. Mehr als 3000 Beschäftigte seien dem Aufruf am Mittag gefolgt, teilte die Gewerkschaft mit. Bei VW sollten zudem im Tagesverlauf noch drei weitere Schichten bestreikt werden. Der Konzern beschäftige in Zwickau rund 9500 Arbeiter. «Hier vor Ort ist es vor allem die Verweigerungshaltung zur längst überfälligen Ost-West-Angleichung, die uns unter den Nägeln brennt», sagte Thomas Knabel, Geschäftsführer der IG Metall Zwickau.

An den ehemaligen und mittlerweile zum französischen Alstom-Konzern gehörenden Bombardier-Standorten in Bautzen und Görlitz folgten am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 250 Mitarbeiter dem Aufruf zum Warnstreik.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Arbeitgeber in den bisher drei Verhandlungsrunden keine Bewegung gezeigt hätten. Deshalb seien die seit Monatsanfang laufenden Warnstreiks in dieser Woche noch einmal verstärkt worden. Laut IG Metall stehe der nächste Verhandlungstermin noch nicht fest.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das optional zur Sicherung von Beschäftigung eingesetzt werden soll. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung geht es in Sachsen vorrangig um rund 27 000 Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen; die Metall- und Elektroindustrie im Freistaat zählt nach eigenen Angaben insgesamt etwa 190 000 Mitarbeiter.

Bildquelle:

  • Volkswagen: dpa
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