Thüringens Ministerpräsident wegen KI-Einsatz in der Kritik

Ministerpräsident Mario Voigt (CDU)

ERFURT – Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) ist wegen der Nutzung von KI bei seinen Reden aufgefallen und steht erneut in der Kritik.

Die Landesvorsitzende der Linken, Katja Maurer, sagte, Voigt verstoße beim KI-Gebrauch gegen die Dienstanweisung seines eigenen Digitalministeriums. Bei Reden des CDU-Politikers fehlten häufig Hinweise auf den Gebrauch von KI. Maurer: „Mit seinem Verhalten wird Mario Voigt zu einem Beispiel dafür, wie man KI nicht nutzt.“
Vor einer Woche waren Auffälligkeiten in einem Gastbeitrag von Voigt und seinem Amtskollegen in Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (ebenfalls CDU), in der „Welt“ bemerkt worden, in dem es um den Anteil deutschsprachiger Musik im Radio ging.
Beobachtern fiel auf, dass dieser Text mit KI erstellt worden sein könnte. Ein Sprecher der Staatskanzlei in Erfurt räumte ein, es würden tatsächlich „moderne digitale Werkzeuge, darunter KI-Anwendungen“ verwendet. Positionen und Schlussfolgerungen stammten aber von den Autoren selst, seien abgestimmt und verantwortet worden.

Voigt war schon früher von der Technischen Universität (TU) Chemnitz sein Doktortitel aberkannt worden. Der 49-Jährige hat dagegen Widerspruch eingelegt.

Bildquelle:

  • Mario_Voigt_CDU_3: staatskanzlei thueringen

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