Frankfurt/M. – Die italienische Großbank Unicredit steuert mit großen Schritten auf die Übernahme der Commerzbank zu. Nach Ablauf der Annahmefrist für ihr Tauschangebot an die Commerzbank-Aktionäre hat Unicredit bereits mehr als 39 Prozent der Anteile sicher und kann leicht auf 42,5 Prozent aufstocken. Das geht aus der Pflichtveröffentlichung hervor.
Die Commerzbank rät ihren Anteilseignern weiter davon ab, das Umtauschangebot anzunehmen: Es sei „unverändert keine angemessene Prämie“ enthalten, sagte ein Sprecher des Bankhauses, das vor allem mittelständische Unternehmen in Deutschland zu seinen Kunden zählt.
Die Unicredit bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien. Umgerechnet war das lange Zeit weniger, als die Commerzbank-Papiere an der Börse wert waren. Inzwischen könnte es sich sogar lohnen zu tauschen: Es entspricht einem Gegenwert von 39,09 Euro, die Commerzbank-Aktie notierte am Nachmittag mit 38,69 Euro leicht darunter.
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